Feuer

Kühlschrank war möglicher Auslöser des Brandes in Oakland

Den Brand in Oakland hat möglicherweise ein Kühlschrank ausgelöst. Das teilte der Sheriff des Bezirks mit. Die Ermittlungen dauern an.

Kinder legen Blumen vor der abgebrannten Lagerhalle nieder.

Kinder legen Blumen vor der abgebrannten Lagerhalle nieder.

Foto: STEPHEN LAM / REUTERS

Oakland.  Ein defekter Kühlschrank hat möglicherweise den Brand mit 36 Toten bei einer Party im kalifornischen Oakland ausgelöst. Wie der Sheriff des Bezirks, Gregory Ahern, am Dienstagnachmittag (Ortszeit) dem Sender KTVU sagte, will ein Augenzeuge Flammen an dem Haushaltsgerät gesehen haben.

In dem Bereich mit mehreren Elektrogeräten habe es auch deutliche Brandspuren gegeben, die auf eine Feuerquelle hinwiesen, sagte Ahern. Eine Mitarbeiterin der für Brandermittlungen zuständigen Bundesbehörde ATF warnte aber vor voreiligen Rückschlüssen. Die Ermittlungen liefen noch, hieß es in einer Pressekonferenz.

36 Tote wurden geborgen

Bis Mitternacht (Ortszeit) wollten die Einsatzteams die Spurensuche in dem völlig ausgebrannten Lagerhaus abgeschlossen haben. Sie gehen davon aus, dass sich die Zahl der Todesopfer nicht weiter erhöht. 36 Leichen waren bis Montagabend gefunden worden.

Das Feuer war am Freitagabend bei einer illegalen Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. In dem als „Ghost Ship“ (Geisterschiff) bekannten Lagerhaus hatten Künstler Ateliers eingerichtet. Nach Angaben der Behörden durfte das Gebäude lediglich als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden.

Beschwerden gegen Eigentümer der Halle

Nach Angaben der Bürgermeisterin von Oakland, Libby Schaaf, waren in den vergangenen Jahren wiederholt Beschwerden gegen die Eigentümer der Halle eingegangen, unter anderem wegen Müllbergen auf dem Grundstück.

Eine frühere Bewohnerin der Künstlerkollektive, Shelley Mack, listete auf ihrer Facebookseite Vorwürfe auf, mit denen sie 2015 nach eigenen Angaben den Manager Derick Ion Almena konfrontiert hatte. Darin beschreibt sie, dass sich Müll und Gerümpel häufig in den Gängen, auf Treppen und vor Türen gestapelt habe. Sie habe damals vor der Feuergefahr gewarnt und auch die Behörden eingeschaltet, schreibt Mack. (dpa/aba)