Time-Magazin

Trump oder Beyoncé könnten „Person des Jahres“ werden

Die Nachrichtenquantität ist entscheidend, um Person des Jahres des Time-Magazins zu werden. 2016 kann es demnach nur einen geben.

Der designierte US-Präsident Donald Trump beim Golfen.

Der designierte US-Präsident Donald Trump beim Golfen.

Foto: David Moir / REUTERS

New York.  Jedes Jahr kürt das US-Nachrichtenmagazin „Time“ die wichtigste Person des Jahres. So auch an diesem Mittwochnachmittag. Das Kriterium ist dabei klar: Ausgezeichnet wird, wer den meisten Einfluss auf die Nachrichtenlage des Jahres hatte. Dabei ist für die Auszeichnung nicht relevant, ob der oder die Ausgezeichnete die Nachrichten positiv oder negativ beeinflusste, allein die Quantität gibt den Ausschlag.

In der Vergangenheit wurden deshalb so unterschiedliche Persönlichkeiten (oder Dinge) wie Josef Stalin (1942), Martin Luther King (1963), Der Computer (1982), Jitzchak Rabin (1993) oder Irans geistiger Führer Ruhollah Chomeini ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hob das Magazin die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das Cover – wegen ihrer entscheidenden Rolle in der europäischen Flüchtlingspolitik.

Das Jahr 2016 war nicht arm an internationalen Großnachrichtenlagen und so haben es elf Finalisten auf die Shortlist gebracht. Darunter finden sich die Ausnahmesportlerin Simone Biles, der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdoğan, die Sängerin Beyoncé Knowles, Mark Zuckerberg, Wladimir Putin, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton oder die Wissenschaftler, die CRISPR entwickelt haben, eine Methode, die das Zuschneiden und Modifizieren von DNA ermöglicht und die den Austausch von Krebszellen ermöglichen könnte.

Und natürlich Donald Trump – der designierte US-Präsident. Mit Ausnahme von Gerald Ford hat es seit Franklin D. Roosevelt jeder Präsident mindestens einmal geschafft, Person des Jahres zu werden. Traditionell kürt „Time“ stets den neuen Präsidenten, um die Leistung an sich anzuerkennen.

Es wäre ein außergewöhnlich politisches Signal, sollte Trump die Auszeichnung dieses Jahr nicht erhalten. Die Zuschauer der Today-Show, in der die Auszeichnung bekannt gegeben wird, würden einer Umfrage zufolge Hillary Clinton zur Person des Jahres wählen. (aba)