Beziehungstat

Hamelns Bürgermeister ruft zu Mahnwache nach Gewalttat auf

Hameln setzt nach der erschreckenden Gewalttat am Sonntag ein Zeichen gegen Gewalt. Am Mittwoch wird in der Stadt Mahnwache gehalten.

In diesem Viertel in Hameln ereignete sich die beispiellose Gewalttat. Am Mittwoch soll es in der Stadt eine Mahnwache geben.

In diesem Viertel in Hameln ereignete sich die beispiellose Gewalttat. Am Mittwoch soll es in der Stadt eine Mahnwache geben.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Hameln.  Der Oberbürgermeister von Hameln, Claudio Griese, will mit einer Mahnwache ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Am Mittwoch sollen sich Bürger um 17 Uhr auf der Prinzenstraße versammeln, wo auch der Angriff eines 38-jährigen Mannes auf seine Ex-Partnerin stattfand.

Griese sagte am Dienstagabend, kaum ein Verbrechen habe die Menschen in Hameln so erschüttert, wie der aktuelle Fall. Der 38-Jährige hatte seine Ex-Partnerin mit einem Strick um den Hals an einem Auto durch die Innenstadt gezogen haben.

Stadt solle sich auf Seite des Opfers stellen

Über das Ausmaß an Brutalität und Gewalt zeigte sich der Bürgermeister entsetzt. Die Stadt stehe unter Schock. Nun gehe es darum, innezuhalten und zu zeigen, „dass wir an der Seite des Opfers stehen“. Außerdem solle die Aktion deutlich machen, dass Gewalt in der Stadt keinen Platz habe. Angesichts der „furchtbaren, menschenverachtenden Tat gelte es, mit den Angehörigen aller Nationen und Religionen zusammenzustehen und ein klares Signal gegen jede Form der Gewalt zu setzen“.

Zuvor hatte der evangelische Superintendent Philipp Meyer bereits die teils „furchtbaren Kommentare“ in sozialen Netzwerken kritisiert. Da gebe es Menschen, die sich über die Tat lustig machten oder rassistische Hetze verbreiteten, sagte der Theologe dem epd. Meyer forderte, die Inhalte in den Netzwerken stärker zu kontrollieren. Das sei technisch auch machbar. „Algorithmen müssen dafür sorgen, dass die Grundlinien des menschlichen Miteinanders eingehalten werden.“

Sohn saß mit im Auto

Der gemeinsame zweijährige Sohn saß während der Tat mit im Auto. Die Hintergründe seien noch unklar, die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Das Opfer liegt zurzeit im künstlichen Koma und befindet sich noch in Lebensgefahr. (epd)

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