Trauer

US-Soulsängerin Sharon Jones ist mit 60 Jahren gestorben

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Sharon Jones wurde durch ihre Alben mit den Dap Kings berühmt.

Sharon Jones wurde durch ihre Alben mit den Dap Kings berühmt.

Foto: Antonio Cotrim / dpa

Sharon Jones war bekannt für kraftvolle Auftritte. Nun ist die Soul-Sängerin tot. Sie erlag nach langem Kampf ihrer Krebserkrankung.

New York.  Die US-Soulsängerin Sharon Jones ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Sie habe am Freitag ihren heldenhaften Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren, teilten ihre Vertreter mit, wie das Musikmagazin „Rolling Stone“ online berichtete.

Bekannt wurde Jones ab 2002 durch mehrere Alben mit den Dap Kings und ihre energiegeladenen Live-Auftritte. Die Sängerin sei im Kreise ihrer Familie und Freunde gestorben, hieß es, auch die Dap Kings seien an ihrer Seite gewesen.

Erst mit 40 Jahren schaffte Jones des Durchbruch

Bereits 2013 kehrte Jones nach einer ersten Krebsdiagnose wieder auf die Bühne zurück. Insgesamt brachte sie sieben Alben auf den Markt mit dem unabhängigen Label Daptone Records, zuletzt eines 2015 mit dem Titel „It’s a Holiday Soul Party“. Der für ihre kraftvolle und eindringliche Stimme bekannte Soul-Star war auch für Grammys nominiert.

Die Karriere der Sängerin gewann erst spät an Fahrt. Den Sprung von der Background-Sängerin zur Frontfrau schaffte die am 4. Mai 1956 in Augusta, Georgia, geborene Jones erst im Alter von 40 Jahren. Desco Records veröffentlichte ihre Debüt-Single „Damn it’s hot“ im Jahr 1996.

Konzerte waren ihre Therapie

Zuvor arbeitete Jones auch als Gefängnisaufseherin und Wachfrau. Ihre Kindheit war geprägt von der Trennung zwischen Schwarzen und Weißen in den Südstaaten der USA und später den Spannungen und Gewalt im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ihre ersten musikalischen Erfahrungen sammelte sie in Gospel-Chören.

Noch im Sommer dieses Jahres ging sie trotz den Nebenwirkungen ihrer Chemotherapie auf Tour mit ihrer neuesten Single „I’m still here“, in der sie ihre Lebenserfahrungen beschreibt. „Raus auf die Bühne zu gehen, das ist meine Therapie“, sagte die damals der „New York Times“. „Man muss das Leben sehen, wie es ist. Niemand weiß, wie lange ich noch habe. Aber ich bin jetzt stark und will weitermachen.“

Für große Plattenlabels und ihre Manager hatte sie nie viel übrig – sie blieb lieber unabhängig. „Für sie war ich zu klein, zu dick, zu schwarz und zu alt“, sagte über die Anfänge ihrer Karriere. (dpa)


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