US-Studie

An vielen Geldautomaten lauern unappetitliche Mikroben

An Bankautomaten gibt es nicht nur Geld, sondern auch Mikroben – sozusagen als unerwünschte Dreingabe. Das haben US-Forscher entdeckt.

Wer Pech hat, bekommt am Bankautomaten noch ein paar Mikroben zum Geld dazu.

Wer Pech hat, bekommt am Bankautomaten noch ein paar Mikroben zum Geld dazu.

Foto: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Washington.  Spuren von Hühnchen und Schimmelpilzen am Geldautomaten – das ist nicht wirklich appetitlich, aber meist auch nicht gefährlich. Auf der Tastatur von 66 solchen Automaten in New York City haben US-Forscher eine bunte Mischung verschiedenster Mikroben gefunden.

Die meisten dieser Rückstände stammten von menschlicher Haut, von Haushaltsprodukten und Essensresten, berichtet das Team um Jane Carlton von der New York University im Journal „mSphere“ der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie.

Am schlimmsten sind Automaten in Waschsalons

Insgesamt sei die Mikrobenmischung, egal ob die Automaten drinnen oder draußen standen, überall recht ähnlich gewesen, stellten die Forscher nach der Sequenzierung der Mikroorganismen fest. Geräte in Läden und Waschsalons hätten die größte Anzahl von Biomarkern aufgewiesen, vor allem viele Milchsäurebakterien.

In Midtown Manhattan fanden sich besonders viele Schimmelpilze wie Xeromyces bisporus, die in verdorbenen Bäckerwaren vorkommen.

„Die DNA von Geldautomaten-Tastaturen kann als Beleg für menschliches Verhalten sowie für Mikroben aus der Umwelt dienen“, bilanzierte Carlton. Der Geldautomatencheck ist Teil eines groß angelegten Projekts zur Erforschung des New Yorker „Megagenoms“. (dpa)