Angriff

„Reichsbürger“ schlägt Polizisten wegen einer Blutprobe

In Itzehoe hat ein „Reichsbürger“ einen Polizisten geschlagen, als er sich einem Bluttest unterziehen sollte.

In Itzehoe hat ein „Reichsbürger“ einen Polizisten geschlagen, als er sich einem Bluttest unterziehen sollte.

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Ein „Reichsbürger“ hat sich massiv gegen einen von der Polizei angeordneten Bluttest gewehrt. Ein Beamter wurde durch Schläge verletzt.

Itzehoe.  Ein sogenannter „Reichsbürger“ hat im schleswig-holsteinischen Itzehoe einen Polizisten geschlagen. Nachdem er in der Nacht zum Donnerstag mit 1,1 Promille Atemalkohol und ohne Führerschein am Lenkrad erwischt worden war, wehrte er sich heftig gegen einen Drogentest. Als ein Arzt ihm eine Blutprobe entnehmen wollte, schlug der 35-Jährige heftig um sich und traf dabei einen Polizisten am Unterleib, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Durch seine Äußerungen habe sich der 35-Jährige als „Reichsbürger“ zu erkennen gegeben. Unter Einsatz mehrerer Beamter wurde der 35-Jährige festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht. Nun muss er sich neben dem Verkehrsdelikt auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung verantworten, teilte die Polizei mit.

Nicht der erste Zwischenfall

Erst im Oktober hatte ein „Reichsbürger“-Paar in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) Polizisten beschimpft und durch Schläge verletzt. Kurz zuvor hatte ein „Reichsbürger“ in der Nähe von Nürnberg bei einer Razzia auf Polizisten geschossen und einen Beamten tödlich verletzt.

Die „Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Sie behaupten, das Deutsche Reich existiere in den Grenzen von 1937 fort. Viele verweigern die Zahlung von Steuern, Sozialabgaben oder Bußgeldern und erkennen die staatlichen Institutionen und deren Vertreter nicht an. (jei/dpa)

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