Kriminalität

Serbiens Polizei stößt auf größtes Waffendepot seit 16 Jahren

Das serbische Innenministerium meldet den größten Fund von illegalen Waffen seit 2000.

Das serbische Innenministerium meldet den größten Fund von illegalen Waffen seit 2000.

Foto: MUP Serbien

Illegale Waffen sind dort nicht selten. Nun meldet Serbien einen großen Fund von Kriegswaffen, der bei Terroristen hätte landen können.

Serbien.  Serbischen Sicherheitsbehörden ist ein großer Fund illegaler Waffen gelungen: Sprengstoff, Handgranaten, Raketenwerfer, Sturm- und Maschinengewehre wurden sichergestellt. Serbiens Innenminister Nebojsa Stefanovic sah bei den Waffen durchaus das Risiko, dass sie für „kriminelle Handlungen in europäischen Metropolen“ hätten verwendet werden können. „Es gibt immer den Gedanken an terroristische Bedrohung“, zitiert ihn die Agentur Reuters.

Die Behörden veröffentlichten auch ein Video des Einsatzes:

Der Schlag gelang den Behörden nach Angaben des Innenministeriums in der Gegend der beiden Orte Apatin und Sombor im Norden des Landes. Zehn Männer wurden festgenommen, die Behörden sprechen von organisierter Kriminalität. Gefunden wurde die größte Menge illegaler Waffen in dem Land seit 16 Jahren.

Die Behörden listen unter anderem auf:

  • 9 Kilogramm Plastiksprengstoff,
  • 20,7 Kilo TNT mit Dutzenden von elektrischen Zündern
  • 111 Handgranaten,
  • 12 Panzerhandgranaten,
  • zwei Handraketenwerfer,
  • acht automatische Gewehre,
  • zwei halbautomatische Gewehr Kaliber 7,62 mm
  • ein Karabiner M-48.
  • ein Maschinengewehr,
  • sechs Pistolen,
  • Nachtsichgerät,
  • 6000 Schuss Munition Kaliber 7,62 mm und 7,9 mm,
  • eine Anti-Panzer-Mine.

In den Nachkriegswirren auf dem Balkan sind viele Waffen versickert und in private Hände gelangt. Die Terroristen bei den Anschlägen in Paris vor einem Jahr hatten mindestens sieben Sturmgewehre genutzt, die aus serbischer Produktion stammten. (law)

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