Bildbearbeitung

Photoshop-Alarm: Im Netz war der Supermond noch viel größer

| Lesedauer: 2 Minuten
Lars Wienand
Vielfach bestaunt und gelobt wurde es, das Foto vom Supermond über dem Meer in Mombasa. Es ist aber mit Photoshop zusammengetrickst, wie viele andere Bilder.

Vielfach bestaunt und gelobt wurde es, das Foto vom Supermond über dem Meer in Mombasa. Es ist aber mit Photoshop zusammengetrickst, wie viele andere Bilder.

Foto: FMG

Der Mond macht komische Dinge mit manchen Menschen: Sie basteln Fotomontagen vom Supermond und legen andere rein. Beispiele gefällig?

Berlin.  Er war ja eigentlich nur minimal größer, aber in sozialen Netzen kommt er überdimensional groß raus. Viele Bilder des Supermonds sind nur Tricksereien mit Bildbearbeitungsprogrammen. Der Schweizer Fotograf Andrea Bonetti hat ein besonders oft gesehenes – und echtes – Foto geschossen – die Akropolis mit dem Mond. Weil er oft gefragt worden sei, wie das ohne Faken geht, erklärt er es auf Facebook.

Indirekt wird bei seiner Schilderung klar, wieso viele Bilder nicht stimmen können. Um den Mond und den Vordergrund groß auf einem Bild zu haben, ist eine Kamera mit einem Objektiv mit sehr langer Brennweite nötig. Weit auseinander liegende Objekte erscheinen so so optisch näher aneinander gerückt.*

Übersicht und Riesenmond passen nicht

Bilder werden dazu aus einiger Entfernung gemacht. Eine Übersichtsaufnahme einer Stadt und einen riesigen Mond in einem Bild zu haben, ist damit ausgeschlossen. Bonetti nutzte Brennweiten von 700 bis 1200 Millimeter für seine Akropolis-Fotos und machte die Bilder von zwei Standorten 600 und 1200 Meter entfernt von der Akropolis.

Wie es anders geht, zeigt dieser Facebook-Nutzer in seinem Video. Er hat ein Foto vom Supermond über den Pyramiden gebastelt. Von dort tauchten auch andere vielbestaunte Bilder auf.

„Adobe, schaltet Photoshop ab“

Was er dort im Spaß macht, ist für viele andere Nutzer ein Ärgernis. Welchen Bildern soll man noch trauen? „Muss das sein, wenn es doch auch so viele echte schöne Bilder gibt“, fragt sich eine Nutzerin. Adobe möge doch zum nächsten Supermond Photoshop auf den Geräten der Nutzer deaktivieren, schreibt ein Nutzer dem Software-Konzern und hängt an seinen Tweet Argumente:

*Anm. d. Red.: Eine frühere Fassung des Textes war zur Wirkung der langen Brennweite missverständlich. Die Brennweite ändert zwar nicht die Perspektive, aber die Bildwirkung. Danke an @A3803 für den Hinweis.

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