Tierwelt

Das passiert, wenn ein Pinguin-Männchen betrogen wird

Nach mehr als einem Jahr kehrt ein Pinguin zu seinem Nest und seiner Frau zurück. Dort erlebt das Männchen eine blutige Überraschung.

Im Netz verbreitet sich eine Doku, die ein Pinguin-Männchen dabei zeigt, wie es verzweifelt um sein Weibchen kämpft.

Im Netz verbreitet sich eine Doku, die ein Pinguin-Männchen dabei zeigt, wie es verzweifelt um sein Weibchen kämpft.

Foto: imago stock&people / imago/sepp spiegl

Berlin.  Ein letztes Mal richtet er seinen Kopf nach oben, schüttelt sich und schreit. Dann zieht er davon, mit einem vom Blut durchtränkten Federkleid. Das Pinguin-Männchen hat sich zuvor mit einem Artgenossen einen packenden Kampf um sein Weibchen geliefert – und am Ende den Kürzeren ziehen müssen.

Das Video, das der Doku-Sender National Geographic am Sonntag auf Twitter veröffentlicht hat, gibt nicht nur einen spannenden Einblick in das Seelenleben der tierischen Frackträger – es ist wohl auch gut mit dem Gefühlsleben eines Menschen zu vergleichen, der gerade verlassen wird.

Pinguin kämpft für die Liebe

Als das Pinguin-Männchen nach über ein Jahr zu seinem Weibchen zurückkehrt, muss es mit ansehen, wie plötzlich ein anderer in seinem Nest sitzt. Doch anstatt zu gehen und dem Rivalen – nachdem er seinem Weibchen sein ganzes Leben die Treue hielt – das Feld zu überlassen, stellt er sich. Und kämpft für die Liebe.

Beide Tiere plustern sich auf, die Flügel weit geöffnet, die Köpfe stolz nach oben gerichtet. Mit ihren beiden Schnäbeln stechen sie dann aufeinander ein. Blut fließt. Doch der Kampf der beiden Rivalen findet keinen Sieger. Und so muss sich das Weibchen letztlich für einen der beiden entscheiden. Sie nimmt den Neuen.

Video verbreitet sich hunderttausendfach

Das will sich das mittlerweile vom Blut rotgefärbte Männchen nicht bieten lassen. Verzweifelt startet es einen letzten Versuch, sein Weibchen doch noch davon zu überzeugen, bei ihm zu bleiben. Vergebens.

„Er blieb stehen. Und kämpfte für die Liebe“, schreibt ein Nutzer unter das Video, das mehr als 250.000 Mal weiterverbreitet wurde. „Aber er verlor doch alles.“ (bekö)