Luftfahrt

Passagiere prügeln sich an Bord – Flieger wird umgeleitet

In einem Ryanair-Flieger sind mehrere Männer aufeinander losgegangen. Auch das Eingreifen der Flugbegleiter konnte sie nicht beruhigen.

Ein Flugzeug von Ryanair ist in Pisa wegen einer Schlägerei an Bord außerplanmäßig gelandet. (Symbolfoto).

Ein Flugzeug von Ryanair ist in Pisa wegen einer Schlägerei an Bord außerplanmäßig gelandet. (Symbolfoto).

Foto: Imago

Pisa.  Eine Maschine der Fluggesellschaft Ryanair musste am Donnerstag in Pisa außerplanmäßig landen, weil sich mehrere Passagiere eine Schlägerei an Bord geliefert haben. Tommy Engerer, der im Flieger saß, filmte die Situation und stellte den Clip auf YouTube. „Es war schrecklich“, sagte er zur britischen Boulevardzeitung „Sun“.

In dem etwa fünf Minuten langen Video ist zu sehen, wie mehrere Männer im vorderen Teil des Flugzeuges, das auf dem Weg von Brüssel nach Malta war, aufeinander losgehen. „Der Kampf dauerte so lange, dass wir gedacht haben, dass sie die Türen öffnen und das Flugzeug zum Absturz bringen könnten“, schilderte Engerer die Situation.

Video von Tommy Engerer

Frau wird am Kopf getroffen

Ihm zufolge ging die Schlägerei los, als sich eine ältere Frau umsetzen wollte, die auch am Kopf getroffen wurde. „Als sich zwei Belgier einmischten, kam es zu dieser Schlägerei“, wird Engerer von der „Sun“ zitiert.

Weil sich die Männer auch durch das Eingreifen der Flugbegleiter und anderer Passagiere nicht beruhigen wollen, entscheidet sich der Pilot in einer Höhe von 9000 Metern zu einem außerplanmäßigen Stopp. „Hier spricht der Kapitän“, ist er im Video zu hören. „Das ist nicht zu akzeptieren.“

„Sicherheit hat Priorität“

Wenig später landete die Maschine sicher in Pisa. Die Streithähne wurden festgenommen. „Wir werden zu keiner Zeit ausfallendes oder störendes Verhalten tolerieren und wir entschuldigen uns bei den anderen Passagieren für entstandene Unannehmlichkeiten“, sagte Robin Kiely, Pressesprecher von Ryanair. „Die Sicherheit und der Komfort unserer Kunden, Besatzung und Flugzeuge hat für uns höchste Priorität. Dieser Vorfall liegt nun in den Händen der örtlichen Polizeibehörde.” (bekö)