Razzia

Warum Papagei Tolaz die türkische Politik beschäftigte

Nach einer Razzia wuchs die Sorge, dass der drei Jahre alte Graupapagei Tolaz in den Räumen einer pro-kurdischen Nachrichtenagentur am Montag von der Polizei zurückgelassen wurde.

Nach einer Razzia wuchs die Sorge, dass der drei Jahre alte Graupapagei Tolaz in den Räumen einer pro-kurdischen Nachrichtenagentur am Montag von der Polizei zurückgelassen wurde.

Foto: Deniz Nazlim / dpa

In der Türkei hat ein Graupapagei für Wirbel gesorgt. Er soll nach einer Razzia eingeschlossen worden sein. Jetzt gibt es Entwarnung.

Istanbul.  Ein zweisprachiger Büro-Papagei hat am Dienstag bei Medien, Polizei und Tierschützern in der Türkei für Aufregung gesorgt: Mitarbeiter der per Notstandsdekret geschlossenen pro-kurdischen Nachrichtenagentur DIHA schlugen zunächst Alarm und sagten, der Vogel sei von der Polizei in ihrem versiegelten Büro in Ankara zurückgelassen worden.

Nach Stunden des Bangens dann die Entwarnung: Die Polizei habe den Graupapagei nicht wie angenommen im Büro eingeschlossen, sondern nach der Razzia vom Montagabend einem Nachbarn ausgehändigt, sagte DIHA-Journalist Deniz Nazlim.

Papagei spricht 70 Wörter

Noch am Dienstagmorgen hätten Parlamentsabgeordnete der Oppositionspartei CHP und Tierschützer mit Polizei und Staatsanwaltschaft darüber verhandelt, das Büro noch einmal öffnen zu dürfen, um den zweisprachigen Vogel zu befreien, sagte Nazlim. Der Vogel namens Tolaz (kurdisch für Vagabund) sei ein drei Jahre alter Graupapagei, der mehr als 70 Worte auf Türkisch und Kurdisch spreche.

Das Schicksal des gesprächigen Vogels sorgte am Dienstag für rege Diskussionen in sozialen Medien. Auf Twitter fanden die Hashtags #Tolazaözgürlük (Freiheit für Tolaz) und #Tolazyalnizdegildir (Tolaz ist nicht allein) große Verbreitung. (dpa)

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