Brief

Tochter bekommt Flaschenpost vom Vater – nach 56 Jahren

Ein Musiklehrer entdeckt eine 56 Jahre alte Flaschenpost an einem Strand auf Hawaii. Es ist der Beginn einer langen Recherchereise.

Der Vater von Paula Pierce hatte die Flaschenpost einst aus Spaß ins Meer geworfen – und einen Finderlohn versprochen (Symbolfoto).

Der Vater von Paula Pierce hatte die Flaschenpost einst aus Spaß ins Meer geworfen – und einen Finderlohn versprochen (Symbolfoto).

Foto: imago stock&people / imago/CHROMORANGE

Hampton.  Die Schrift war gerade noch lesbar genug, um Clint Buffington auf eine monatelange Recherchereise zu schicken. An einem Strand auf Hawaii entdeckte der junge US-Amerikaner eine Flaschenpost, die vor 56 Jahren abgeschickt wurde.

„Ich konnte Wörter lesen wie ,bring zurück’ und ,Beachcomber’“, erzählt Buffington auf dem Nachrichtenportal wmur.com. Tatsächlich hieß es auf dem vergilbten Stück Papier aus der Cola-Flasche: „Schick die Flasche zurück an den Ocean Boulevard 419 in Hampton und hol dir deinen Finderlohn von 150 Dollar bei Tina ab, der Besitzerin des Beachcomber.“

Das „Beachcomber“ war schon seit Jahren geschlossen

Buffington machte sich sofort auf die Suche nach dem „Beachcomber“, doch das Strandhotel an der amerikanischen Ostküste war seit Jahren geschlossen. In den 1960ern gehörte es einem Ehepaar namens Paul und Tina. Paul hatte die Flaschenpost als Scherz abgeschickt.

Paul und Tina waren schon vor vielen Jahren gestorben, aber ihre Tochter Paula Pierce lebt noch. Clint Buffington konnte sie ausfindig machen, reiste zu ihr nach New Hampshire und übergab ihr die Nachricht ihres Vaters – 56 Jahre später.

Pierce bestand darauf, dass Buffington den Finderlohn annahm

„Ich war wie versteinert, das war die Handschrift meines Vaters“, erzählt Paula Pierce in einem Video auf Facebook:

„Das ist wunderbar, denn es bringt mir einen Teil meiner Eltern zurück, einen Teil meiner Kindheit und einen Teil vom Beachcomber“, sagt Paula Pierce.

Für Clint Buffington war von Anfang an klar: „Diese Flaschenpost gehört nicht in meine Hände – sondern in ihre.“ Und Paula Pierce zeigte sich nicht nur mit Worten dankbar für die Strapazen des Musiklehrers: Sie bestand darauf, dass er die 150 Dollar Finderlohn annahm.