Tourismus

Touristen meiden Mittelitalien nach schwerem Erdbeben

Seit dem Erdbeben im August ist der Tourismus in Umbrien eingebrochen. Nun sorgen sich auch die Verantwortlichen in Mittelitalien.

Eine zerstörte Kirche in dem Dorf Villa Sant'Antonio in Mittelitalien.

Eine zerstörte Kirche in dem Dorf Villa Sant'Antonio in Mittelitalien.

Foto: Cristiano Chiodi / dpa

Rom.  Nach der Erdbebenserie in Mittelitalien fürchten auch nicht betroffene Ortschaften, dass Touristen fernbleiben. „Ich verstehe, dass es aus menschlicher Sicht schmerzhaft ist, das zu unterscheiden“, sagte Fabio Paparelli, Tourismusbeauftragter der Region Umbrien, der Zeitung „La Repubblica“ (Freitag).

Aber die Leute müssten verstehen, dass der Teil, der nun vom Erdbeben betroffen sei und den man besser meide, nicht für die gesamte Region stehe.

Seit dem Erdbeben im August sei der Tourismus in Umbrien um 27 Prozent eingebrochen. Auch in den Marken sorgen sich die Verantwortlichen um den Tourismus, weil Reisende eine gesamte Region meiden, obwohl nur einige Orte betroffen sind.

„Kunden unterscheiden nicht“

„Leider sprechen die Medien von einem ,Erdbeben in den Marken’ und die Kunden unterscheiden nicht“, sagte Emiliano Pigliapoco, Präsident des Hotelverbandes Federalberghi der Marken, der Zeitung. Bei einer neuen Erdbebenserie wurden am Mittwochabend mehrere Orte zerstört.

Zu den beliebtesten Touristen-Zielen in Umbrien zählt Assisi, Geburtsort des Heiligen Franz von Assisi, dem Gründer der heutigen Franziskaner-Bruderschaft. Die imposante Festungsruine Roca Maggiore wurde zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt. Auch Perugia, an Kunstschätzen und antiken Palästen reiche Hauptstadt der Region, zieht jedes Jahr Zehntausende Touristen an.

(dpa/br)