Prozess

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Hebamme

Eine Hebamme soll versucht haben, Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten zu töten – mit Hilfe von Blutverdünnern. Ihr droht lebenslänglich.

Regina K. beim Prozessbeginn mit ihrem Rechtsanwalt Hermann Christoph Kühn: Die Hebamme ist wegen neunfachen Mordversuchs angeklagt.

Regina K. beim Prozessbeginn mit ihrem Rechtsanwalt Hermann Christoph Kühn: Die Hebamme ist wegen neunfachen Mordversuchs angeklagt.

Foto: Sven Hoppe / dpa

München.  Die wegen mehrfachen Mordversuchs angeklagte Hebamme Regina K. soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Die Anklagebehörde forderte am Montag vor dem Landgericht München die Verurteilung der Frau wegen versuchten Mordes in sieben Fällen sowie gefährlicher und schwerer Körperverletzung, wie das Gericht nach der nicht-öffentlichen Sitzung mitteilte.

Die 35-Jährige steht seit Januar vor Gericht, weil sie versucht haben soll, Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten mit Hilfe eines Blutverdünners umzubringen. Ihre Verteidiger sehen keine Beweise für die Vorwürfe und forderten den Freispruch ihrer Mandantin sowie eine Entschädigung für die Untersuchungshaft.

Opfer sagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus

Die Plädoyers in dem Verfahren waren nicht-öffentlich, weil die Öffentlichkeit bei den Aussagen der betroffenen Frauen ausgeschlossen war. Das Urteil wird für diesen Freitag erwartet. (dpa)