Paris

Scarlett Johansson verkauft Popcorn

Der Hollywood-Star steht in Paris nicht vor der Kamera, sondern hinter der Theke

Paris. Riesenandrang im Szeneviertel Marais: Hunderte Menschen haben am Wochenende in Paris vor dem neuen Popcorn-Laden von US-Filmstar Scarlett Johansson (31) Schlange gestanden. Zunächst war die Enttäuschung groß, denn die Hollywood-Diva ließ sich lange Zeit gar nicht blicken. Später war sie dann doch hinter der Ladentheke zu sehen, mit Schürze und einem blau-weißen Marinepulli.

Johansson und ihr Mann Romain Dauriac tauften ihr Geschäft mit weiß-roter Markise „Yummy Pop“. Dauriacs jüngere Schwester wird den Laden in der Rue du Roi de Sicile managen. Die Geschmacksrichtungen sollen von „Trüffel-Parmesan und Salbei“ bis „Echter Vermont-Cheddar“ reichen. Im Marais-Viertel gibt es viele Bars und Cafés.

Johansson („Lost in Translation“) hatte zur Eröffnung nie großen Pomp versprochen. Ihr Sprecher kündigte ein „Soft Opening“ an – ohne offizielle Feier. Ein Fest solle es erst geben, nachdem erste Erfahrungen gesammelt worden seien. „Es war seit Jahren ein Traum von mir und meiner Familie, unseren amerikanischen Lieblingssnack in unsere europäische Lieblingsstadt zu bringen“, erklärte Johansson. Yummy Pop sei aus Liebe und der Lust am Genuss entstanden. Sie hoffe, dass ihr Popcorn zu einem Pariser Grundnahrungsmittel werde. Das Paar plane, noch mehr Läden zu eröffnen, sollte das Geschäft mit dem amerikanischen Snack laufen. Scarlett Johansson lebt mit ihrem französischen Ehemann, dem Journalisten Romain Dauriac und der gemeinsamen Tochter Rose, seit einem Jahr in Paris.

Immer wieder waren Gerüchte laut geworden, Johansson sei in der Stadt der Liebe noch nicht so recht angekommen. Sie spreche kein Französisch, was es ihr schwer mache, und wolle nach Los Angeles zurückziehen, da, wo sie mit ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Ryan Reynolds (39), zuvor gelebt hatte. Bereits vor einigen Monaten, berichteten französische Medien, sei das Paar auf Immobiliensuche dort gesichtet worden.

In Hollywood gilt Scarlett Johansson als das Mädchen, das schon mit Anfang 20 den großen Hollywood-Diven das Terrain streitig machte und ihre Kolleginnen an die Wand spielte. Ihren Durchbruch feierte sie im Jahr 2003 mit dem Independent-Film „Lost in Translation“ von Sofia Coppola. Danach spielte sie in Filmen von Woody Allen, gewann vier Golden Globes. Zuletzt war sie im Oscar-prämierten Film „Hail, Caesar!“ der Coen-Brüder zu sehen.