Königsbronn

Ein Toter bei Zugunglück in Baden-Württemberg

Königsbronn. Beim Zusammenstoß eines Zuges mit einem Lastwagen im baden-württembergischen Königsbronn ist am Freitag ein Mensch ums Leben gekommen. Bei dem Toten handelt es sich um den Fahrer des Lastwagens, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. In dem Regionalzug von Aalen nach Heidenheim wurden bei dem Unfall sechs Menschen leicht verletzt.

Nach ersten Ermittlungen hatte der 55-jährige Lkw-Fahrer aus dem Ostalbkreis an einer Baustelle neben der Bahnlinie Schotter über einen Feldweg angeliefert. An einer engen Stelle hatte der Mann nach Angaben der Polizei mehrfach rangieren müssen, um die Steine abladen zu können. Dabei kam er mit dem Lkw über den einseitig beschrankten Bahnübergang.

Als sich der Zug näherte, habe sich die Schranke zwischen Führerhaus und Anhänger gesenkt, sodass der Lastwagen nicht mehr von den Gleisen fahren konnte. Der Lkw-Lenker habe noch versucht, aus dem Führerhaus zu springen, als der Zug das Fahrzeug erfasste, hieß es von den Beamten weiter. Nach dem Zusammenstoß brannte das Führerhaus. Insgesamt 21 Fahrgäste, der Zugbegleiter und der Lokführer befanden sich in dem Regionalexpress. Sie seien in eine nahegelegene Gaststätte gebracht und dort betreut worden, teilte die Polizei mit. Die Bahnstrecke war stundenlang gesperrt. Auch das Eisenbahn-Bundesamt sei eingeschaltet worden. Der angerichtete Schaden an Bahn, Lkw und Gleiskörper wird nach Schätzungen bei mehr als einer Million Euro liegen.