Fast-Food

Nicht halal – Muslime in Malaysia streiten über Hot Dogs

In Malaysia wurde der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde damit zitiert, dass ein Nahrungsmittel nicht Hot Dog heißen sollte – und hat für Empörung gesorgt.

In Malaysia wurde der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde damit zitiert, dass ein Nahrungsmittel nicht Hot Dog heißen sollte – und hat für Empörung gesorgt.

Foto: imago stock&people / imago/UIG

In Malaysia ist eine Debatte entbrannt, ob Hot Dogs auch so heißen dürfen. Losgetreten hat sie eine Managerin einer Fast-Food-Kette.

Kuala Lumpur.  Darf eine Wurst im Teig im muslimischen Malaysia Hot Dog heißen? Hunde gelten im Islam als unrein, Nahrungsmittel sollten einen solchen Namen nicht tragen – so wurde zumindest der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde zitiert und er hat damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, wie das Nachrichtenportal „Star Online“ berichtete.

Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein mischte sich am Donnerstag in die Debatte: „Ich esse mein Leben gern Hot Dogs. Das ist nie ein Problem gewesen“, zitierte ihn das Portal. Auslöser des Ganzen war eine Managerin der amerikanischen Schnellrestaurantkette „Auntie Anne's“.

Chef der Entwicklungsbehörde rudert zurück

Sie postete auf Facebook, ihre Firma habe den Halal-Stempel nicht bekommen. Das ist ein Gütesiegel, das belegt, dass das angebotene Essen nach islamischen Regeln zum Verzehr geeignet ist. Nach ihren Angaben war einer der Gründe, dass „Pretzel Dog“ auf der Karte von „Auntie Anne's“ steht, eine in Teig gebackene Wurst.

Der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde, Sirajuddin Suhaimee, ruderte nach zahlreichen Medienberichten inzwischen zurück: Er sei falsch zitiert worden. Die über die Einhaltung des Islam wachenden Behörden haben schon einmal mit einer umstrittenen Entscheidung von sich reden gemacht: Sie haben Muslimen 2008 Yoga verboten, weil dies gebetsartige Züge trage, die mit dem Islam nicht vereinbar seien. (dpa)

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