Brüssel

Mann nimmt in Brüsseler Supermarkt 30 Geiseln

Brüssel. Glimpflicher Ausgang einer Geiselnahme in Brüssel: Die Polizei hat am Dienstagabend einen Mann festgenommen, der für kurze Zeit etwa 30 Menschen in einem Supermarkt bedroht und festgehalten hatte. Dies meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Geiseln kamen alle unverletzt frei. Einige der Menschen standen allerdings danach unter Schock und wurden ins Krankenhaus gebracht, wie es unter Berufung auf die Polizei hieß.

Die Geiselnahme hatte den Berichten zufolge kurz vor 20.00 Uhr im südwestlichen Brüsseler Stadtteil Forest begonnen. Zunächst war von 15 Geiseln die Rede gewesen. Spezialeinheiten der belgischen Bundespolizei bezogen nach der Alarmierung in der Nähe Stellung. Über dem Tatort kreiste laut Zeugenangaben ein Hubschrauber. Bereits etwa eine Viertelstunde später ließ sich der Verdächtige einem Bericht des Senders RTL zufolge widerstandslos festnehmen.

Laut Belga bedrohte der Mann die Geiseln mit einem Messer. In anderen Medienberichten war dagegen auch von einer Pistole die Rede.

Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar, zumal der Mann keine Forderungen gestellt haben soll. Medien spekulierten, es habe sich um einen missglückten Überfall gehandelt. Die Polizei bestätigte dies laut Belga zunächst nicht.

Nach einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders RTBF waren über den 25 bis 30 Jahre alten Mann keine Informationen in Terror-Datenbanken enthalten.