Auszeichnung

Sensation in Stockholm – Literaturnobelpreis für Bob Dylan

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US-Musiker Bob Dylan bekommt den Literaturnobelpreis 2016 verliehen.

US-Musiker Bob Dylan bekommt den Literaturnobelpreis 2016 verliehen.

Foto: REUTERS / KI PRICE / Ki Price

Er sang „Blowin’ in the wind“ und „Like a rolling stone“. Nun erhält Bob Dylan den Literaturnobelpreis. Er wird endgültig zur Legende.

Stockholm.  Der US-amerikanische Sänger und Songwriter Bob Dylan (75) bekommt den Literaturnobelpreis. Der als Robert Allen Zimmerman im US-Staat Minnesota geborene Dylan wird für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Song-Tradition geehrt, wie die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekanntgab. „Blowin’ in the wind“ und „Like a rolling stone“ gehören zu seinen berühmtesten Songs.

„Er ist ein großartiger Dichter“, sagte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, nach der Bekanntgabe am Donnerstag in Stockholm. „Seit 45 Jahren erfindet er sich immer wieder neu.“ Dylan war immer wieder als möglicher Kandidat für den Preis genannt worden, trotzdem darf die Wahl als Sensation bezeichnet werden.

„Tiefgreifender Einfluss auf die Musik“

Dylan schreibe, um mit seinen Werken aufzutreten, erklärte die Jurorin. Nichts anderes habe der Dichter Homer vor einigen Jahrtausenden auch getan. Der Musiker habe „den Status einer Ikone“, begründete die Nobelpreisjury ihre Wahl. „Sein Einfluss auf die zeitgenössische Musik ist tiefgreifend.“

Die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird am 10. Dezember – dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) – gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen in Stockholm verliehen.

2016 waren etwa 220 Autoren nominiert

Im vergangenen Jahr hatte die Jury die weißrussische Schriftstellerin und Journalistin Swetlana Alexijewitsch „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“, ausgezeichnet.

In diesem Jahr waren rund 220 Autoren für den Preis nominiert. Den Preisträger wählt die Schwedische Akademie, die aus Schriftstellern, Literatur- und Sprachwissenschaftlern und Historikern besteht, aus fünf Kandidaten auf einer Shortlist aus. Letzte deutschsprachige Preisträgerin war die Schriftstellerin Herta Müller 2009.

Nur der Friedensnobelpreis wird in Oslo überreicht. Damit hatte das norwegische Nobelkomitee in diesem Jahr Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos für seine Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs in dem Land geehrt. Jurys in Stockholm hatten in der vergangenen Woche außerdem Preisträger in Medizin, Physik und Chemie gekürt. Die Preise gehen auf Nobels Testament zurück und werden seit 1901 vergeben. (dpa)

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