Inserat

Baby für 5000 Euro bei Ebay angeboten – Polizei ermittelt

Bei Ebay wurde ein 40 Tage alter Säugling aus Duisburg zum Verkauf angeboten. Polizei ermittelt nun wegen Verdachts auf Kinderhandel.

Diese Anzeige hatte ein Nutzer bei Ebay veröffentlicht. Nach etlichen Nutzerhinweisen, die prompt eingingen, löschte Ebay das Inserat und sperrte den User.

Diese Anzeige hatte ein Nutzer bei Ebay veröffentlicht. Nach etlichen Nutzerhinweisen, die prompt eingingen, löschte Ebay das Inserat und sperrte den User.

Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services

Duisburg.  „Kind, das 40 Tage alt namens Maria...verkaufen.“ Mit dieser Überschrift war ein Verkaufsinserat, versehen mit der Ortsmarke Duisburg-Rheinhausen, im Ebay-Kleinanzeigenportal betitelt. Die dazugehörigen Fotos zeigten einen Säugling mit dunklen Haaren.

Am Dienstag war das Inserat auf der Verkaufsseite aufgetaucht, in dem jemand ein Baby für 5000 Euro anbot – ein mehr als geschmackloser Scherz oder wollte hier wirklich jemand seinen Säugling verkaufen?

Ebay stellte Anzeige nach 30 Minuten offline

Schon kurze Zeit nachdem die Anzeige online erschienen war, meldeten zahlreiche Nutzer das Inserat bei Ebay. Nach knapp 30 Minuten sei es bereits wieder offline gegangen, so Pierre Du Bois, Pressesprecher von Ebay Kleinanzeigen: „Wir haben umgehend reagiert, den Nutzer gesperrt und Strafanzeige erstattet. Abscheulichen Angeboten wie diesen bieten wir keinen Raum.“

Ob das Inserat ernst zu nehmen sei, könne das Unternehmen nicht einschätzen, das müsse nun die Polizei klären. „Wir wollen unabhängig davon, dass der Urheber dieser geschmacklosen Anzeige mit den Konsequenzen seines Tuns konfrontiert wird“, sagt Du Bois. Deshalb habe man der Polizei alle vorliegenden Informationen übermittelt, um den Urheber der Anzeige zu ermitteln.

Ermittlungen wegen Menschenhandel eingeleitet

Die Duisburger Polizei hat nun von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts von Menschenhandel/Kinderhandel eingeleitet. Ein solcher Straftatbestand kann laut Strafgesetzbuch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Es habe schon einmal ähnliche Fälle bei Ebay gegeben, die sich aber als übler Scherz herausgestellt hätten. „Wir hoffen, dass es in diesem Fall genauso ist“, so Du Bois. „Zugleich hoffen wir, dass das abgebildete Kind wohlauf ist.“

Dieser Text erschien zuerst auf waz.de ›