Sprengstoffalarm

US-Tourist will Handgranaten am Flughafen einchecken

Ein Amerikaner löste am Hamburger Flughafen Sprengstoffalarm aus. Der Terminal wurde evakuiert. Der Kampfmittelräumdienst rückte an.

Im Gepäck eines Touristen aus den USA wurden am Hamburger Flughafen zwei Handgranaten und weitere Munition entdeckt (Symbolbild).

Im Gepäck eines Touristen aus den USA wurden am Hamburger Flughafen zwei Handgranaten und weitere Munition entdeckt (Symbolbild).

Foto: Thomas Eisenhuth / imago/Thomas Eisenhuth

Hamburg.  Ein amerikanischer Tourist hat am Mittwoch am Hamburger Flughafen einen Großalarm ausgelöst. Der 34-Jährige, der zurück auf dem Weg in die USA war, wollte gegen 16.50 Uhr am Sperrgutschalter einchecken. Mitarbeiter des Flughafens entdeckten im Gepäck des Mannes jedoch zwei Handgranaten und weitere Munition und lösten Alarm aus.

Der Terminal 1 wurde daraufhin von Polizisten geräumt und abgeriegelt. Über Lautsprecherdurchsagen wurden Passagiere aufgefordert, das Gebäude umgehend zu verlassen. Experten des Kampfmittelräumdienstes rückten an, um die Gegenstände sicherzustellen.

Munitionsreste als Urlaubsandenken

Wenig später konnte die Polizei Entwarnung geben. Demnach handelte es sich bei den Gegenständen um ausgediente Munitionsreste, so ein Polizeisprecher. Die Mäntel der Handgranaten seien mit Sand gefüllt gewesen. Gegenüber den Beamten gab der 34-Jährige an, die Munition bei seinem Urlaub auf der Ostseeinsel Rügen im Sand ausgebuddelt zu haben.

„Der hat auf Rügen wohl so eine Art Abenteuerurlaub gemacht“, sagte der Polizeisprecher. So hatte der Mann auch eine Taucherausrüstung bei sich. Die gefundene Munition wollte er offenbar als Souvenir mit nach Hause nehmen.

„Sowas haben manche als Briefbeschwerer auf dem Schreibtisch“, sagte der Polizeisprecher. Dies sei aber zunächst nicht ohne weiteres erkennbar gewesen. Gegen 19 Uhr war der Einsatz wieder beendet. Durch die Räumung der Flughafen-Terminals habe es zwar vereinzelt Verspätungen gegeben, der Flugverkehr sei aber nicht grundsätzlich beeinträchtigt gewesen. (dsa/dpa)

Dieser Artikel ist zuerst auf www.abendblatt.de erschienen.

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