Kriminalfall

Kos: Vor 25 Jahren verschwundener Ben offenbar verunglückt

Nach 25 Jahren ist das Verschwinden eines kleinen Jungen vielleicht geklärt. Es gibt Hinweise, dass er bei einem Unfall gestorben ist.

21 Monate alt war Ben Needham, als er auf der Insel Kos verschwand. 25 Jahre später gibt es eine Erklärung: Er soll bei einem Unfall ums Leben gekommen und vergraben worden sein.

21 Monate alt war Ben Needham, als er auf der Insel Kos verschwand. 25 Jahre später gibt es eine Erklärung: Er soll bei einem Unfall ums Leben gekommen und vergraben worden sein.

Foto: South Yorkshire Police / Handout / dpa

Athen.  Ein vor 25 Jahren auf der griechischen Insel Kos verschwundenes Kleinkind ist den Ermittlern zufolge wohl bei einem Unglück ums Leben gekommen. Der 21 Monate alte Ben Needham aus dem britischen Sheffield war im Juli 1991 bei einem Familienurlaub spurlos verschwunden. Es sei davon auszugehen, dass Ben Needham bei einem Unglück getötet wurde, sagte Jon Cousins, ein Polizeioffizier aus England bei einer Pressekonferenz auf der Ferieninsel Kos. Dies berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERA).

Hinweise deuteten darauf hin, dass Ben Needham versehentlich bei Baggerarbeiten auf einem Grundstück ums Leben gekommen und dabei auch vergraben worden sei – möglicherweise, um den Unfall zu vertuschen. Griechische und britische Polizisten hätten während Ausgrabungsarbeiten einen Gegenstand gefunden, den Ben damals bei sich hatte, hieß es seitens der Polizei ohne weitere Details.

Ermittler setzten kürzlich die Suche fort

Der mutmaßliche Verantwortliche, ein Landwirt von der Insel, ist den Berichten zufolge inzwischen gestorben. Nach seinem Tod habe ein Freund des Mannes eine entsprechende Aussage getätigt, wonach der Landwirt zum Zeitpunkt des Verschwindens von Ben auf seinem Grundstück Baggerarbeiten durchgeführt hatte.

Nach den Aussagen des Mannes hatten griechische und britische Polizisten kürzlich die Suche wieder aufgenommen und mit Grabungsarbeiten begonnen. (dpa/jei)