Einsatz

Polizisten müssen in der Nacht 25 herrenlose Schafe hüten

In NRW mussten Polizisten eine Horde Schafe auf nächtlicher Streiftour wieder einfangen. Kollegen hatten mit noch mehr Tieren zu tun.

In Witten irrten 25 Schafe durch die Stadt. Der Besitzer wurde noch nicht gefunden (Symbolbild).

In Witten irrten 25 Schafe durch die Stadt. Der Besitzer wurde noch nicht gefunden (Symbolbild).

Foto: imago stock&people / imago/UIG

Witten.  Kurioser Polizeieinsatz: In Witten wurden Polizisten zu Viehhütern. 25 herrenlose Schafe hielten die Beamten mit einer nächtlichen Streiftour stundenlang in Atem.

Ein Autofahrer meldete die durch die Stadt Witten streunenden Tiere in der Nacht zum Mittwoch, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Der Eigentümer war zunächst unbekannt. Weil auch kein Schäfer zur Stelle war, der sich um die Tiere hätte kümmern können, hielten vier Polizisten die Schafe über mehrere Stunden hinweg am Straßenrand im Zaum. Am Morgen richtete die Feuerwehr schließlich eine Absperrung ein, wie ein Polizeisprecher sagte.

In Spanien waren Hunderte Tiere unterwegs

Wem die Horde Schafe gehört, konnten die Beamten am Mittwochmorgen noch nicht klären. Sie hätten bereits mehrere Schäfer aus der Umgebung kontaktiert – aber ohne Erfolg, teilte der Sprecher unserer Redaktion mit. Wahrscheinlich habe der Schäfer noch nicht den Verlust bemerkt und schlafe noch.

Die Polizisten in Witten hätte es aber auch noch schlimmer treffen können. So hatten es fünf Beamte aus der spanischen Provinz Aragonien mit Hunderten herrenlosen Schafen zu tun, die mitten in der Nacht auf Hauptverkehrsstraßen unterwegs waren. Fast 45 Minuten dauerte es in diesem Fall, die Tiere wieder zurück zu ihrem Gehege zu bringen.

Ein Video zeigt den Einsatz. (dpa/jha)