Hannover

Die Schröders lassen sich scheiden

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Laut Medien ist die Trennung des Altbundeskanzlers und seiner Frau endgültig

Hannover. Es wird wohl kein zweites Liebescomeback in Hannover geben. Diejenigen, die vielleicht gehofft hatten, die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf, 53, und der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, 72, würden es Bettina Wulff und dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff nachtun und bald eine Erneuerung ihrer Beziehungen feiern, enttäuschte gestern eine Meldung der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Darin heißt es, die Schröders hätten sich endgültig getrennt. Das Trennungsjahr habe bereits begonnen.

Bereits vor eineinhalb Jahren zog Gerhard Schröder aus dem gemeinschaftlichen Haus in Hannover in eine Wohnung in der Nähe, die Betreuung der drei Kinder übernahmen sie gemeinsam. Gerhard Schröder hat keine leiblichen Kinder, ist aber Stiefvater von Doris Schröder-Köpfs Tochter Klara (25) und Vater der beiden 2004 und 2006 gemeinsam adoptierten Kinder Viktoria (14) und Gregor (11).

Trotz der räumlichen Trennung sah man die beiden immer wieder gemeinsam. Im Fußballstadion von Hannover 96, bei den Trauerfeiern für Altbundeskanzler Helmut Schmidt und dem früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Die „Gala“ berichtete sogar noch im Juli dieses Jahres über einen gemeinsamen Familienurlaub auf Borkum. Das Magazin schrieb damals: „Hier machen die Schröders einfach nur Urlaub, genießen die frische Salzluft, spielen am Strand mit Border Terrier Holly und lassen sich Fischbrötchen schmecken. Eigentlich beste Voraussetzungen für ein Happy End – wie bei Alt-Bundespräsident Wulff und seiner Frau Bettina.“ Ob es nun noch zu solchen Urlauben kommt, ist fraglich.

Auch noch im Mai dieses Jahres im Interview mit dieser Redaktion wollte Doris Schröder-Köpf eine mehr als räumliche Trennung nicht bestätigen. Auch auf eine erneute Nachfrage reagierte sie mit dem Hinweis darauf, dass sie zu „privaten Sachverhalten keine Auskunft“ gebe. Gerhard Schröders Büro in Berlin argumentierte laut Angaben der „HAZ“ ähnlich.

Doris Schröder-Köpf ist seit 1997 Gerhard Schröders vierte Ehefrau. Nach dem Ende der politischen Karriere des Altbundeskanzlers und zu einem Zeitpunkt, „als meine drei Kinder in einem Alter waren, von dem ich dachte, das geht jetzt“, zog es Doris Schröder-Köpf selbst in die Politik. 2013 wurde sie Abgeordnete für die SPD im niedersächsischen Landtag, zusätzlich ist sie Migrationsbeauftragte des Landes. Gerhard Schröder ist heute Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nord Stream AG und Ehrenvorsitzender des Nah- und Mittelost-Vereins. Zuletzt reiste er im Januar 2016 mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation in den Iran.

( diz )