Tierquälerei

Welpen in Müll geworfen: Veterinäramt sucht Hundehalterin

Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz: Nach einer Hundehalterin, die Welpen in den Müll warf, wird gesucht.

Eines der Hundebabys, die eine Halterin in den Müll warf, wird jetzt in der Tierklinik Göttingen versorgt.

Eines der Hundebabys, die eine Halterin in den Müll warf, wird jetzt in der Tierklinik Göttingen versorgt.

Foto: Bundespolizei / dpa

Mühlhausen/Kassel.  Nach der Entsorgung gerade geborener Hundewelpen im Müll eines ICE sucht das Veterinäramt in Mühlhausen mit Hochdruck nach der Hundehalterin. „Es ist alles sehr schwierig. Wir haben nur sehr vage Informationen“, sagte Amtstierärztin Judith Keidel an Dienstag auf Anfrage. Die Gesuchte hatte nach Angaben der Bundesspolizei Kassel mit dem Zug zu einer Freundin nach Mühlhausen fahren wollen.

Die Frau war am Sonntagabend im ICE von Fulda in Richtung Göttingen unterwegs, als ihre Hündin zunächst vier Junge gebar, die die Frau noch im Zug wegwarf. Zwei waren tot, ein Welpe wurde von einer Reisenden mitgenommen. Das vierte Baby warf die Frau am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe in einen Mülleimer. Es lebte noch und kam in eine Tierklinik. Die Hündin warf dann noch zwei weitere Junge.

Bundespolizei ermittelt

„Wir wissen nicht, wie es der Hündin und den verbliebenen Welpen geht“, sagte Tierärztin Keidel. Am Morgen hätten die Mitarbeiter vergeblich eine Wohnung durchsucht und seien am Nachmittag erneut im Einsatz gewesen. Die Bundespolizei ermittelt in dem Fall wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. (dpa)