Untersuchung

Busunglück mit 26 Toten war Tat eines Selbstmord-Fahrers

Im Juli starben in Taiwan 26 Menschen bei einem Busunglück. Zuerst schien es ein Unfall, doch der Fahrer fuhr absichtlich in den Tod.

Das Busunglück mit 26 Toten ereignete sich am 19. Juli auf der Autobahn nahe der Stadt Taoyuan.

Das Busunglück mit 26 Toten ereignete sich am 19. Juli auf der Autobahn nahe der Stadt Taoyuan.

Foto: Yan Cheng/Bao Liao Commune / Han / dpa

Taipeh.  Ein schweres Busunglück, bei dem im Juli in Taiwan 26 Menschen starben, hat sich als geplanter Suizid des Fahrers erwiesen. Untersuchungen hätten ergeben, dass der 53-jährige Fahrer zum Unglückszeitpunkt betrunken gewesen sei und den Bus auf der Autobahn nahe der Stadt Taoyuan bewusst gegen eine Leitplanke gesteuert habe. Das berichteten taiwanesische Staatsmedien am Samstag.

Demnach habe der Mann vor dem Crash Benzin im Bus verschüttet und angezündet. Den Notausgang soll er zuvor versperrt haben. So wurde der brennende Reisebus zur tödlichen Falle für 24 Touristen aus China, einen taiwanesischen Touristenführer und den Fahrer selbst.

Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung

Den Ermittlern zufolge zeigte die Beweisanalyse, dass der Fahrer seinen Suizid geplant hatte, nachdem er wegen Vergewaltigung zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt worden war und Ärger mit der eigenen Familie gehabt hatte. Nahe Verwandte hatten den Mann in Textnachrichten zuvor noch angefleht, sich nicht umzubringen. (dpa)