Pilgerreise

Etwa 1,5 Millionen Muslime begehen in Mekka den Hadsch

Im saudi-arabischen Mekka hat der Hadsch begonnen. Um eine Massenpanik wie 2015 zu verhindern, hatten die Behörden eine kluge Idee.

Die Umrundung der Kaaba ist für die Gläubigen einer der Höhepunkte ihrer Pilgerreise. Jeder Muslim soll die Fahrt einmal im Leben unternehmen.

Die Umrundung der Kaaba ist für die Gläubigen einer der Höhepunkte ihrer Pilgerreise. Jeder Muslim soll die Fahrt einmal im Leben unternehmen.

Foto: AHMED JADALLAH / REUTERS

Mekka.  Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben rund 1,5 Millionen Muslime im saudi-arabischen Mekka mit den Hadsch-Ritualen begonnen. Am frühen Morgen brachen die in weiße Gewänder gehüllten Pilger von Mekka in die rund acht Kilometer entfernte Zeltstadt Mina auf. Dort verbringen sie die Nacht, um sich anschließend am Sonntagmorgen für Gebete zum Berg Arafat zu begeben.

Etwa 1,3 Millionen Muslime aus aller Welt sind nach Behördenangaben nach Mekka in den Geburtsort des Propheten Mohammed gekommen. Zusätzlich nehmen mehr als 100.000 einheimische Gläubige am Hadsch teil. Über die Organisation der Pilgerreise gibt es einen Streit des sunnitischen Saudi-Arabiens mit dem schiitischen Nachbarn Iran.

GPS-Armbänder sollen Massenpanik verhindern

Die Pilgerreise findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Behörden haben die Überwachung mit Kameras ausgebaut und GPS-Armbänder verteilt, um die Pilgerströme besser zu kontrollieren. Bei einer Massenpanik waren im vergangenen Jahr fast 2000 Gläubige gestorben. Die saudischen Behörden sprachen von 769 Toten.

Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islams. Jeder Muslim sollte einmal im Leben an der Wallfahrt teilnehmen, wenn es seine Gesundheit zulässt und er sich die Reise finanziell leisten kann. (dpa)