Panne

Autofahrer „sichert“ Wagen mit Paprika statt Warndreieck

Weil er kein Warndreieck dabei hatte, musste ein Autofahrer kreativ werden – und griff zu Paprika. Die Polizei drückte alle Augen zu.

Paprika statt Warndreieck: Gut gemeint ließ die Polizei ausnahmsweise gelten.

Paprika statt Warndreieck: Gut gemeint ließ die Polizei ausnahmsweise gelten.

Foto: PD Sachsen-Anhalt Nord/FMG

Berlin.  Paprika ist ein äußerst vielseitiges Gemüse. Man kann sie füllen, zu Suppe verarbeiten, im Ratatouille essen – oder auf der A2 als „Warndreieck“ einsetzen. Zumindest hat das jetzt ein Autofahrer praktiziert, der in Richtung Hannover kurz vor dem Rastplatz Börde mit seinem Wagen liegengeblieben war.

Das Rezept für solch ein vitaminreiches Warnzeichen ist einfach: Wie ein Foto der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord auf Twitter belegt, nehme man mehrere Paprika – natürlich in der Signalfarbe Rot! –, schichte sie in einer Glasschale übereinander und fertig ist die Gemüse-Sicherung.

Auffällig war der Mann damit ganz eindeutig: Die Polizei hat ihn nicht übersehen. „Wir haben das mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen“, sagte ein Sprecher der Direktion Sachsen-Anhalt Nord unserer Redaktion. „Es war eine einmalige Aktion, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass es ziemlich gefährlich ist.“ Der Autofahrer habe zugesagt, seinen Wagen bei künftigen Pannen vernünftig abzusichern. Die Polizei sah von einem Bußgeld ab.

Auf Twitter sorgte das Schauspiel für amüsante Reaktionen. So fragte ein Nutzer gespielt empört: „Illegaler Lebensmittel-Verkaufsstand und auch noch auf dem Autobahn-Seitenstreifen! Hatte er ne Genehmigung?“ Oder auch: „Das #Gemüse ist ja ok, aber der Abstand zum Auto ist nicht ausreichend“. Die Vermutung eines Nutzers, es dürfte sich bei dem Autofahrer gewiss um einen Ungarn handeln, bestätigte sich jedoch nicht. Laut Polizei stammt er aus Litauen. (cho)