Drogenkartell

Sohn von „El Chapo“ nach Entführung offenbar wieder frei

Jesús Alfredo Guzmán Salazar war aus einer Bar in Mexiko verschleppt worden. Nun wurde er von den Entführern offenbar freigelassen.

„El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, wartet nach einem spektakulären Gefängnisausbruch und seiner erneuten Festnahme derzeit auf seine Auslieferung in die USA. Sein Sohn war Anfang der Woche entführt worden.

„El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, wartet nach einem spektakulären Gefängnisausbruch und seiner erneuten Festnahme derzeit auf seine Auslieferung in die USA. Sein Sohn war Anfang der Woche entführt worden.

Foto: ZUMA Press / imago/ZUMA Press

Puerto Vallarta/Berlin.  Der Sohn des inhaftierten mexikanischen Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán ist nach seiner Entführung angeblich wieder frei. Der 29 Jahre alte Jesús Alfredo Guzmán Salazar und fünf weitere Geiseln seien freigelassen worden, wie ein Angehöriger der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Demnach soll sich Guzmán Salazar inzwischen wieder bei seiner Familie befinden. Verletzt wurde er offenbar nicht, wie mexikanische Blogs berichteten. Eine offizielle Bestätigung der Angaben gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen würden noch laufen, sagte ein Sprecher der mexikanischen Staatsanwaltschaft zu AFP.

Entführung durch rivalisierendes Kartell

Für die Freilassung von „Alfredillo“ Guzmán seien bis zu fünf Millionen Dollar gefordert worden, berichtete das Nachrichtenmagazin „Proceso“ am Samstag (Ortszeit), ohne jedoch anzugeben, ob Lösegeld bezahlt worden sei.

Guzmán Salazar und seine Begleiter waren am Montag aus einem Restaurant im Badeort Puerto Vallarta verschleppt worden. Der 29-Jährige ist wie sein Vater Mitglied des Drogenkartells Sinaloa. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Entführung von dem rivalisierenden Kartell Jalisco Nueva Generación ausging.

„El Chapo“, der Chef des Sinaloa-Kartells, war nach einem spektakulären Gefängnisausbruch im Januar erneut verhaftet worden und wartet derzeit auf seine Auslieferung in die USA. Gegen Jesús Alfredo Guzmán liegt eine Anklage wegen Drogenhandels in den USA vor. Gemeinsam mit seinem Bruder Ivan Archivaldo Guzmán Salazar hatte er eine Schlüsselposition in dem Kartell inne. (schrö/dpa)