Prozess

Deutscher steht wegen 47 Brandstiftungen vor US-Gericht

Er soll 47 Brände gelegt haben: In Los Angeles steht ein 24-jähriger Deutscher vor Gericht, der möglicherweise psychisch krank ist.

Ein Deutscher steht wegen des Verdachts der 47-fachen Brandstiftung in Los Angeles vor Gericht.

Ein Deutscher steht wegen des Verdachts der 47-fachen Brandstiftung in Los Angeles vor Gericht.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Los Angeles.  Ein 24 Jahre alter Mann aus Deutschland steht im Verdacht, in Kalifornien 47 Brände gelegt zu haben. Der Mann ist nach Angaben seines Verteidigers psychisch schwer krank, wie der Sender KABC berichtete. Das Gerichtsverfahren, das insgesamt rund sechs Wochen dauern soll, hatte am Montag (Ortszeit) in Los Angeles begonnen.

Hintergrund der Taten soll der Anklage zufolge die Auslieferung seiner Mutter gewesen sein, die sich in Deutschland einem Betrugsverfahren zu stellen hatte. Aus Frust über die USA soll der Mann an vier Tagen Brandsätze vorrangig unter Autos gelegt und sie mit herkömmlichen Kaminanzündern in Brand gesetzt haben. Zum Teil griffen die Flammen auf Garagen und Häuser in der Gegend um Hollywood und im San Fernando Valley über. Allein an einem der Tage legte er der Anklage zufolge so 19 Brände. Die Taten spielten sich 2011 kurz vor dem Jahreswechsel ab.

Die Frau hatte in dem Ausweisungsverfahren angegeben, ihr Sohn sei autistisch und brauche sie. Zum Auftakt des Gerichtsverfahrens wurde laut KABC zudem bekannt, dass der Mann zusätzlich an einem Krebsgeschwür in der Brust behandelt wurde, auch von Schizophrenie war dem Bericht von KABC zufolge die Rede. Der Mann lebt ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Ihm droht neben einer Verurteilung die Ausweisung nach Deutschland. (dpa)