“South Park“

Spielefirma beweist mit „Nosulus Rift“ ein Näschen für PR

Ein Spiele-Zubehör verspricht eine neue Dimension virtueller Realität: „Nosulus Rift“ soll die Nase mit Furzgeruch füllen. Ein Scherz?

Gleich verzieht er angewidert das Gesicht, die „Nosulus Rift“ ist in Aktion: Eine Szene aus dem Video über den Furzgestankgenerator.

Gleich verzieht er angewidert das Gesicht, die „Nosulus Rift“ ist in Aktion: Eine Szene aus dem Video über den Furzgestankgenerator.

Foto: Ubisoft/Screenshoft / Ubisoft

Köln.  Hätten wir den 1. April, wäre alles klar. Haben wir aber nicht, es steht nur die Computerspielemesse Gamescom bevor – und so sind sich nicht alle Fans ganz sicher: Ist der Furzsimulator „Nosulus Rift“ von Spielehersteller Ubisoft jetzt nur eine witzige PR-Nummer oder gibt es ihn wirklich? Für den Massenmarkt? Ein Video des ersten Geruchssimulators für Spiele macht in jedem Fall Furore – und sich über die Virtual-Reality-Brille „Oculus Rift“ lustig. Tenor: Dieser Aufsatz für die Augen ist nämlich nicht mehr das Gerät schlechthin für die eindrucksvollste virtuelle Erfahrung. Das wahrhaft umwerfende Erlebnis soll von „Nosulus Rift“ kommen.

Vermeintliche Mitglieder im Team für die Entwicklung des Geräts kommen im Video zu Wort. Nach einem japanischen Fachmann für Innovation und Design berichtet ein deutschsprachiger „Parfürz“-Mischer von seiner aufwendigen Suche nach dem idealen Gestank. „Ich habe mehr als 1000 Fürze gerochen“, berichtet der smarte Mann lächelnd, „bevor es mir endlich gelang, den ultimativen Furz künstlich herzustellen.“

Euphorische Erfolgsmeldung des Herstellers

Die stinkendste Flatulenz ist gerade gut genug, um dem Spiel „South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe“ an den richtigen Stellen noch mehr Authentizität zu geben. In dem Rollenspiel, das am 6. Dezember erscheinen wird, bekommen die Figuren durch die Gasausdünstungen so richtig Antrieb. Mit einem „Superfurz“ können Spieler gar ein Loch in Raum und Zeit reißen.

In sozialen Netzwerken fragen sich Nutzer derzeit ernsthaft, ob es das Gerät tatsächlich für sie geben wird. Und trotz der euphorischen Erfolgsmeldung des Herstellers vom „ultimativen Furz“ müsste Ubisoft wohl noch nachbessern, bis der virtuelle Stinker auf breiter Front Duftmarken setzen könnte: Das grüne Licht im Sehfeld jedenfalls scheint eine störende Ablenkung vom Spiel- und Geruchserlebnis zu sein. Und auch der Name „Nosulus Rift“ dürfte beim Oculus-Eigentümer Facebook nur als Scherz durchgehen.

Zumindest zur am kommenden Mittwoch beginnenden „Gamescom“ wird der Nasenaufsatz laut Ubisoft-Ankündigung vorgestellt und wirklich zur Präsentation des neuen „South Park“-Spieles eingesetzt werden. Virtual Reality ist eines der beherrschenden Themen bei der weltweit größten Messe für Video- und Computerspiele in Köln, und den in Düsseldorf sitzenden deutschen Ubisoft-Mitarbeitern dürfte es eine Freude sein, Köln einzudampfen. Was immer Ubisoft aber dann dort veranstaltet: Fachjournalisten ziehen schon Stöckchen, wer Tester sein muss.