Tourismus

Nach Bombenserie: Was Thailand-Urlauber nun wissen sollten

Tote und Verletzte bei Anschlagsserie in Thailand: Auch europäische Urlauber sind betroffen. Das Auswärtige Amt mahnt zur Vorsicht.

Ein Polizist sichert den Tatort im Touristenviertel von Hua Hin im Süden Thailands. Bei der Bombenserie wurden mehrere Menschen getötet, mehr als 30 wurden verletzt.

Ein Polizist sichert den Tatort im Touristenviertel von Hua Hin im Süden Thailands. Bei der Bombenserie wurden mehrere Menschen getötet, mehr als 30 wurden verletzt.

Foto: Dario Pignatelli / Getty Images

Bangkok.  Mitten in belebten Touristenorten hat eine Bombenserie mit mehreren Toten Thailand erschüttert. Die erste Bombe im Urlaubsort Hua Hin ging vor einer Bierkneipe hoch. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, darunter auch mehrere Deutsche. Urlauber sind verunsichert. Was Thailand-Reisende nun wissen müssen:

Das Auswärtige Amt rät Thailand-Reisenden zur äußersten Vorsicht. „Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in aktuellen Sicherheitshinweisen, die das Ministerium am Freitag auf seiner Webseite veröffentlichte. Reisenden wird empfohlen, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen zu meiden. Zudem sollten sie „die Medien aufmerksam verfolgen und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden unbedingt Folge leisten“.

Kostenlose Stornierung bei großen Reiseveranstaltern

Eine Reisewarnung hat das Auswärtige Amt für das Land bisher jedoch nicht herausgegeben. Das bedeutet: Pauschalurlauber, die ihre geplante Reise stornieren oder umbuchen möchten, sind auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen. Angst und Sorge allein sind dabei kein Grund für eine kostenlose Kündigung der Reise. Einige Veranstalter bieten allerdings freiwillig gebührenfreie Umbuchungen und kostenlose Stornierungen an.

Alle Gäste, die eine Reise nach Thailand gebucht haben, könnten von dem Urlaub kostenfrei zurücktreten oder umbuchen, teilten etwa TUI Deutschland, DER Touristik und Thomas Cook am Freitag mit. Diese Möglichkeit bestehe bis Montag (15. August).

Es sei geplant, die in dem Land befindlichen Urlauber aktiv über die Situation zu informieren, hieß es. TUI erklärte, dass man Urlaubern, die vorzeitig nach Deutschland zurückkehren möchten, helfen werde. TUI hat derzeit gut 2000 deutsche Gäste in Thailand, Thomas Cook („Neckermann“) 1500. Der europäische Sommer ist keine Hauptsaison für Reisen in das asiatische Land. Thailand ist eines der Top-5-Fernreiseziele für Deutsche.

Deutsche und weitere Europäer unter Verletzten

Bei der Serie von Bombenanschlägen in Urlaubsorten im Süden Thailands waren in der Nacht zum Freitag mindestens vier Menschen getötet worden. Insgesamt detonierten mindestens zehn Sprengsätze in fünf verschiedenen Städten, darunter im Badeort Hua Hin.

Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um Thailänder. Unter den mehr als 30 Verletzten sind laut Auswärtigem Amt drei Deutsche. Nach thailändischen Angaben wurden auch Italiener, Briten und Niederländer verletzt. (schrö/rtr/dpa)