Karlsruhe

Ehepaar erhält Hochzeitsring nach 33 Jahren zurück

Karlsruhe. An den Tag im Sommer 1983, als ihr Ehering in der Toilette landete, kann sich Heide Erne noch gut erinnern. „Wir kamen gerade aus dem Jugoslawienurlaub zurück“, erzählt die 78-Jährige. Im Bad passierte das Malheur, irgendwie rutschte der Ring vom verschwitzten Finger, fiel ins Klo und verschwand in der Kanalisation. Das goldene Zeichen ihrer Liebe steckte damals schon seit mehr als 20 Jahren an ihrem Ringfinger. Immer wieder ärgerte sich die Seniorin über das Missgeschick. Einen neuen Ring ließ sie sich trotzdem nicht anfertigen. Die Hoffnung auf ein Wiederfinden war längst geschwunden.

Doch Ende Mai wurde auf einem Schrebergartenareal der Naturfreunde Durlach ein goldener Ring gefunden. Und weil Günter und Heide Erne seit Langem bei den Naturfreunden Mitglieder sind, erhielt das Paar eine Nachricht – und den Ring schließlich zurück.

„In den 80er-Jahren wurde der Klärschlamm der Karlsruher Anlagen noch als Dung verkauft“, sagt Günter Erne. Wahrscheinlich sei der Ring als Beigabe auf das Gartengelände gelangt.

Heide Erne kann ihr Glück immer noch nicht richtig fassen. „Das ist wie ein Sechser im Lotto.“ Ihr Ehemann ist eher pragmatisch veranlagt. „Ein Sechser im Lotto wäre besser gewesen“.