NS-Konzentrationslager

Nazi-Jäger finden acht mutmaßliche Kriegsverbrecher

Die Männer und Frauen sind zwischen 89 und 98 Jahren alt: Gegen acht nun ausfindig gemachte mutmaßliche KZ-Helfer laufen Ermittlungen.

Etwa 65.000 Menschen wurden im NS-Konzentrationslager Stutthof bei Danzig ermordet. Die beschuldigten acht Männer und Frauen sollen dort als Wachleute, Schreibkräfte und Telefonistinnen an den Verbrechen beteiligt gewesen sein.

Etwa 65.000 Menschen wurden im NS-Konzentrationslager Stutthof bei Danzig ermordet. Die beschuldigten acht Männer und Frauen sollen dort als Wachleute, Schreibkräfte und Telefonistinnen an den Verbrechen beteiligt gewesen sein.

Foto: imago stock&people / imago/newspix

Ludwigsburg.  Deutsche Ermittler sind auf acht mutmaßliche Nazi-Kriegsverbrecher gestoßen. „Es handelt sich um vier Männer und vier Frauen, die im deutschen Konzentrationslager Stutthof bei Danzig tätig waren“, sagte der Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Jens Rommel, der Deutschen Presse-Agentur. Vorermittlungen wegen Beihilfe zum Mord in Tausenden Fällen seien an verschiedene Staatsanwaltschaften abgegeben worden.

Die Männer seien als Wachleute, die Frauen als Schreibkraft, Telefonistin oder Fernsprechvermittlerin tätig gewesen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt. Sie wurden zwischen 1918 und 1927 geboren. Darüber hinaus suchen die Ludwigsburger Experten weitere mögliche Beschuldigte, die in den Lagern Bergen-Belsen und Neuengamme tätig waren. Auch zu den NS-Vernichtungslagern Auschwitz und Majdanek gingen Vorermittlungen weiter. Es gehe um den Vorwurf der Beihilfe zum Mord. (dpa)