Kinderbuch

Russen überprüfen neuen „Harry Potter“ auf Extremismus

Muggel, Sprout und Dumbledore sind russischen Zöllnern nicht geheuer. Sie prüfen das neue „Harry Potter“-Buch auf Extremismusgefahr.

Ein Bestseller mit Hexenkraft – oder mit extremistischem Inhalt? Der russische Zoll schaut jedenfalls beim neuen Band der „Harry Potter“-Reihe ganz genau hin.

Ein Bestseller mit Hexenkraft – oder mit extremistischem Inhalt? Der russische Zoll schaut jedenfalls beim neuen Band der „Harry Potter“-Reihe ganz genau hin.

Foto: Rob Stothard / Getty Images

Moskau. Russische Behörden überprüfen nach Angaben von Buchhändlern den neuesten Teil der Harry-Potter-Saga auf extremistische Inhalte. Der Zoll habe die Einfuhr des englischsprachigen Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child“ (deutsch: Harry Potter und das verwunschene Kind) von Erfolgsautorin Joanne K. Rowling gestoppt, berichteten Medien am Freitag. „Wir werden die Bücher nicht vor September bekommen“, sagte Natalja Tschuprowa vom Buchladen Moskwa in Moskau der Zeitung „Iswestija“.

Informationen, worauf sich der Extremismus-Verdacht stützen könnte, gab es nicht. Russland hat zuletzt seine Gesetze im Kampf gegen Extremisten und Terroristen verschärft. Auch Händler in St. Petersburg berichteten von Problemen mit dem Buch beim Zoll. Auf Russisch soll der Potter-Nachzügler im November erscheinen. In Großbritannien feierte das Stück über den ehemaligen Zauberlehrling als Erwachsener am vergangenen Wochenende eine umjubelte Bühnenpremiere. Daneben gibt es eine Buchausgabe. (dpa)