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Wacken erwartet die Ankunft von bis zu 75.000 Metal-Fans

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Der kleine Ort Wacken bereitet sich auf die Ankunft tausender Metal-Fans vor. Einige Metal-Gartenzwerge freuen sich schon.

Der kleine Ort Wacken bereitet sich auf die Ankunft tausender Metal-Fans vor. Einige Metal-Gartenzwerge freuen sich schon.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Das kleine Dorf Wacken erwartet die Ankunft von bis zu 75.000 Metal-Fans. Dazu gesellen sich 120 Bands, Wrestler – und Gartenzwerge.

Wacken/Hamburg.  Die Bands Saxon und Iron Maiden, dazu 75.000 Fans – und ein paar echte Heavy-Metal-Gartenzwerge. Das gigantische Metal-Mekka von Wacken 2016 öffnet seine Tore für die Pilger harter Musik. Seit Tagen reisen internationale Gäste in Kutten in die Schleswig-Holstein.

In Wacken selbst leben rund 1800 Menschen. Beim Wacken Open Air (W:O:A) wirbeln seit mehr als einem Vierteljahrhundert „Metalheads“ den kleinen Ort durcheinander. Das dreitägige Festival startet offiziell am Donnerstag. Doch schon am Tag vorher gibt es ein Vorprogramm mit einem der ersten Höhepunkte: dem traditionellen Auftritt der „Wacken Firefighters“, der Musikgruppe der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.

Tickets sind heiß begehrt

Stunden vorher werden am Mittwoch die ersten Fans erwartet, die mit dem sogenannten „Metal Train“, einem Zug aus Süddeutschland, in Itzehoe ankommen. Auf dem mehr als 220 Hektar (etwa 440 Fußballfelder) großen Festival-Gelände stehen Campingplätze für die Besucher bereit. Unterkünfte rund um Wacken sind schon seit Monaten ausgebucht.

Denn die Tickets für das weltgrößte Heavy-Metal-Festival sind heiß begehrt und innerhalb weniger Stunden nach Verkaufsstart vergriffen. Das liegt nicht zuletzt an den oft sehr berühmten Headlinern des Events: Szene-Größen wie die Scorpions, Ozzy Osbourne und Motörhead haben bereits die Wacken-Bühnen gerockt.

Bei der diesjährigen 27. Auflage des Open Airs sollen unter anderem Iron Maiden, Saxon, Triptykon und Blind Guardian für die Beschallung der Besucher sorgen. Unter dem Motto „Louder Than Hell“ werden insgesamt mehr als 120 Bands auf acht Bühnen erwartet. Außerdem stehen Wrestling-Showkämpfe, ein mehrtägiger Poetry Slam und ein Talentwettbewerb für Nachwuchsbands auf dem Festival-Programm.

Verschärftes Sicherheitskonzept

Im Hamburger Flughafen gibt es einen eigenen Wacken-Empfangsbereich. Der Airport bietet Fans eine Fotowand und einen Fotoautomaten sowie einen Wacken-Strandkorb. Mitarbeiter tragen Wacken-Airport-Shirts, in der Café-Bar Scoom laufen Videos vergangener Festivals. Wie üblich gibt kleine Packungen mit Aspirin, Pflastern und Ohropax.

Unter dem Eindruck der jüngsten Attentate wurde das Sicherheitskonzept in diesem Jahr verschärft: So sind Rucksäcke und Taschen auf dem gesamten Festivalgelände verboten. Außerdem will die Polizei die Zahl der Sicherheitskräfte erhöhen. Eine konkrete Gefahrenlage gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher.

In Wacken werden wohl auch die Gartenzwerge des Freiburgers Marco Sorrentino (39) gehandelt und getauscht. Für Heavy-Metal-Fans sei der Gartenzwerg mittlerweile zu einem Symbol geworden, jedes Jahr gestalte er neue Figuren, so Sorrentino.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Gartenzwergen tragen die aus wetterfestem Kunstharz gefertigten Heavy-Metal-Figuren keine roten, sondern schwarze Zipfelmützen – zudem Lederkluft, meist haben sie eine Bierflasche in der Hand und manche zeigen Bauch. (HA/dpa)

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