Rauswurf

Donald Trump lässt schreiendes Baby aus dem Saal werfen

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat hält zwei Babys bei einer Wahlkampfkundgebung. Hält Trump eine Rede, sollten die Kinder besser schweigen.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat hält zwei Babys bei einer Wahlkampfkundgebung. Hält Trump eine Rede, sollten die Kinder besser schweigen.

Foto: CARLO ALLEGRI / REUTERS

Donald Trump möchte nicht gestört werden, wenn er eine Rede hält. Auch nicht von Babys. Dachte man zumindest. Aber es war alles anders.

Berlin.  Beifall – gern gesehen. Zustimmende Zwischenrufe – willkommen. Schreiende Babys – da hört der Spaß auf! Während einer Wahlkampfkundgebung am Dienstag in Loundoun County/Virginia hat es ein Kleinkind gewagt, Donald Trump aus dem Konzept zu bringen. Der spielte nur am Anfang den Großzügigen.

„Ich liebe Babys. Ich höre es schreien. Ich mag das“, sagte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Und in Richtung der Mutter: „Machen Sie sich keine Sorgen.“ Als das unzufriedene Kind jedoch nicht aufhören wollte zu brüllen, während Trump über Chinas Finanztricks wetterte, entschied er sich kurzerhand um: „Eigentlich habe ich nur Spaß gemacht. Bringen Sie das Baby hier raus.“

Auf den Lippen ein süffisantes Lächeln erntete Trump dafür einige Lacher aus dem Publikum. Dann fuhr er fort: „Ich glaube, sie dachte wirklich, dass es mir gefällt, wenn ein Baby weint, während ich rede. Das ist okay, manche Menschen verstehen es einfach nicht.“

Update, 7. August, 15.38 Uhr: Donald Trump ist in seiner sogenannten „Babygate“-Affäre rehabilitiert worden. Er habe nicht wie das schreiende Baby aus dem Saal werfen lassen, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf die Mutter des Säuglings. „Er hat einen Witz gemacht und das war auch sehr deutlich als solcher zu erkennen“, sagte die Mutter der Zeitung.

Sie sei wenig später mit ihrem Kind wieder auf ihren Platz zurückgekehrt. Ein kanadischer Reporter, der unmittelbar hinter der Frau saß, bestätigte die Darstellung der Mutter. Der Vorfall hatte weltweit für Kopfschütteln gesorgt und der Kampagne von Trumps Rivalin Hillary Clinton als Futter für Wahlkampfangriffe gedient. Trump selbst hatte sich zuvor wiederholt über die Berichterstattung der Medien beschwert. (cho/dpa)

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