Polen-Reise

Papst stürzt bei Messe im Wallfahrtsort Tschenstochau

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Zu Beginn einer Open-Air-Messe in Tschenstochau kam Papst Franziskus ins Stolpern und stürzte. Getan hat er sich offenbar nichts. Mit Hilfe seiner Begleiter rappelte er sich schnell wieder auf und hielt kurz darauf seine Predigt.

Zu Beginn einer Open-Air-Messe in Tschenstochau kam Papst Franziskus ins Stolpern und stürzte. Getan hat er sich offenbar nichts. Mit Hilfe seiner Begleiter rappelte er sich schnell wieder auf und hielt kurz darauf seine Predigt.

Foto: Daniel Dal Zennaro / dpa

Schrecksekunde bei Papst-Fans: In einer Messe im Wallfahrtsort Tschenstochau stolperte Franziskus. Seine Predigt hielt er unverletzt.

Tschenstochau.  Papst Franziskus ist zu Beginn einer Open-Air-Messe im polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau gestürzt. Er stolperte am Donnerstag auf dem Podest am Altar im Kloster Jasna Gora, als er ein Weihrauchfass in der Hand hielt. Der 79-Jährige richtete sich jedoch mit Hilfe des Zeremonienmeisters und eines anderen Begleiters schnell wieder auf und hielt wenig später offenbar unverletzt seine Predigt.

Der kleine Zwischenfall ereignete sich am zweiten Tag seiner Polen-Reise. Im Wallfahrtsort Tschenstochau betete Franziskus auch vor der Schwarzen Madonna. Am Nationalheiligtum Polens – einem von Legenden umrankten Abbild der Muttergottes – jubelten ihm am Donnerstag Zehntausende fähnchenschwenkende Pilger zu, die auch die anschließende Messe zum 1050. Jahrestag der Christianisierung Polens verfolgten.

Statt mit Hubschrauber kommt Papst Franziskus im Auto an

In seiner Predigt prangerte das Oberhaupt der katholischen Kirche das Streben nach Einfluss und Macht an und ermutigte die Menschen, sich wie Gott „klein“ zu machen, Demut zu zeigen sowie Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu praktizieren. Er beschäftigte sich auch mit der Rolle der Muttergottes als Vorbild. „Sie ist weder Herrin noch Hauptdarstellerin, sondern Mutter und Dienerin.“

Wegen schlechten Wetters kam Franziskus vom südpolnischen Krakau aus mit dem Auto und nicht wie zunächst geplant mit dem Hubschrauber in das rund 120 Kilometer entfernte Tschenstochau. Zahlreiche Katholiken, darunter viele Kinder, hatten an dem weltweit bekannten Wallfahrtsort über Nacht gecampt, um den Papst zu sehen, der mit dem Papamobil zum Kloster Jasna Gora vorfuhr und die Pilger grüßte.

Franziskus will mit Straßenbahn durch Krakau fahren

Gegen Mittag wollte Franziskus nach Krakau zurückkehren, wo er am Weltjugendtag (WJT) teilnimmt. Dort wollte er gemeinsam mit einigen behinderten Menschen in einer Straßenbahn durch die Stadt fahren. Anschließend war ein Treffen mit den WJT-Teilnehmern geplant. Zu der großen Begrüßungszeremonie im Blonia-Park nahe der Altstadt wurden Zehntausende Menschen erwartet. Am Weltjugendtag nehmen bis Sonntag mindestens eine halbe Million Pilger aus 187 Staaten teil, darunter 15.500 aus Deutschland.

Zum Auftakt seines fünftägigen Polen-Besuches hatte Franziskus am Mittwoch die national-konservative Regierung des EU-Landes zur Aufnahme von Flüchtlingen aufgefordert. Am Freitag will er als dritter Papst nach Johannes Paul II. und Benedikt XVI. das ehemalige deutsche NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchen. Dort trifft er Holocaust-Überlebende. Bis Sonntag stehen dann in Krakau weitere Begegnungen mit Pilgern beim WJT auf dem Programm. (dpa)

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