Genf

Frau will Ehemann am Abflug hindern und löst Fehlalarm aus

Genf.  Eine Frau hat am Mittwoch durch eine anonyme Bombenwarnung einen Großeinsatz am Flughafen im schweizerischen Genf ausgelöst. Sie hatte am Dienstagabend die Zollbehörden des Flughafens angerufen und gesagt, am Mittwochmorgen werde ein mit einer Bombe bewaffneter Mann das Flughafenterminal betreten. Die Frau aus dem nahegelegenen französischen Annecy gab nun zu, die Warnung frei erfunden zu haben. Sie habe ihren Mann an der Abreise hindern wollen, berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“ auf ihrer Internetseite. Ihr Telefonanschluss konnte von den Behörden identifiziert werden, bestätigte der Staatsanwalt in Genf.

Der Hinweis hatte am Mittwoch zu stark verschärften Sicherheitskontrollen am Flughafen geführt. Die Identität der Passagiere wurde beim Betreten des Airports genau geprüft. „Im aktuellen Umfeld nehmen wir sämtliche Informationen sehr ernst“, sagte Polizeisprecherin Silvain Guillaume-Gentil. Man habe sich aber dagegen entschieden, den Flughafen zu schließen.

Allerdings wurden mehrere Eingänge des Flughafens geschlossen, wie Augenzeugen dem Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ berichteten. Es waren schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz. Der Flugverkehr war nach Angaben eines Airport-Sprechers nicht beeinträchtigt. Die Polizei riet aber abreisenden Passagieren über Twitter und Facebook, wegen der zusätzlichen Kontrollen mehr Zeit einzuplanen.

Nach Aufklärung des Vorfalls am Mittag herrschte wieder Normalbetrieb. Die Anruferin muss sich nun wegen Vergehens gegen den öffentlichen Frieden verantworten. Laut Schweizer Strafgesetzbuch drohen bis zu drei Jahre Haft, wer die Bevölkerung durch Vorspiegeln einer Gefahr in Schrecken versetzt.

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