Amoklauf

Münchener OB erwägt Rucksackverbot auf Oktoberfest

Münchens Oberbürgermeister könnte sich vorstellen, auf dem Oktoberfest Rucksäcke zu verbieten. Er hoffe auf Verständnis der Besucher.

Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter besucht am 23. Juli den Tatort des Münchener Amoklaufs.

Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter besucht am 23. Juli den Tatort des Münchener Amoklaufs.

Foto: ARND WIEGMANN / REUTERS

München.  Nach dem Amoklauf mit zehn Toten will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Sicherheitsmaßnahmen beim Oktoberfest verschärfen lassen. „Ich bin der Meinung, man kann so etwas intensivieren wie Taschenkontrollen, Rucksackkontrollen. Vielleicht sollte man sogar über ein Verbot von Rucksäcken nachdenken. Ich glaube, die Menschen haben für so was Verständnis“, sagte Reiter dem Bayerischen Rundfunk.

Sowohl der Amokläufer von München als auch der mutmaßliche Täter im mittelfränkischen Ansbach, der eine Bombe gezündet haben soll, waren mit einem Rucksack unterwegs. Im ersten Fall hatte ein 18 Jahre alter Schüler am Freitag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum mehrere Menschen erschossen. In seinem Rucksack wurden Hunderte Schuss Munition gefunden. Der mutmaßliche Täter von Ansbach hatte einen Sprengsatz mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack. (dpa)