Mittelmeer

Flüchtlingsbaby kommt auf Bundeswehrschiff zur Welt

Auf dem Schiff Werra hat eine Frau einen Jungen zur Welt gebracht. Die Besatzung hatte die hochschwangere Frau im Mittelmeer gerettet.

Der noch namenlose Junge ist das zweite Flüchtlingsbaby, das auf dem Mittelmeer an Bord eines Bundeswehrschiffs zur Welt kommt. Medizinisches Personal hat Mutter und Kind einen kleinen Elch geschenkt.

Der noch namenlose Junge ist das zweite Flüchtlingsbaby, das auf dem Mittelmeer an Bord eines Bundeswehrschiffs zur Welt kommt. Medizinisches Personal hat Mutter und Kind einen kleinen Elch geschenkt.

Foto: CSDP EEAS

Berlin.  Mittwoch, 18.32 Uhr: Ein Junge erblickt das Licht der Welt. Das Besondere: Das Kind wurde auf dem Mittelmeer an Bord der Werra, einem Bundeswehrschiff geboren. 2530 Gramm wiegt das Flüchtlingsbaby, Mutter und Kind geht es nach Angaben des Europäischen Auswärtigen Dienstes gut.

Hochschwanger war die Frau zusammen mit mehr als 600 anderen Flüchtlingen an Bord gekommen. Während das Schiff auf die italienische Küste zusteuerte, setzten bei der Frau die Wehen ein. Der Schiffsarzt stand ihr während der Geburt zur Seite. Wie der Junge heißt, ist nicht bekannt. Der Tender „Werra“ war am 20. Juni von Kiel aus zu dem Einsatz im Mittelmeer ausgelaufen.

Die Geburt war auch Thema im EU-Parlament. Federica Mogherini, EU-Kommissarin für Hohe Außen- und Sicherheitspolitik, verkündete das Ereignis im Plenum.

Zweite Geburt auf einem deutschen Rettungsschiff

Er ist nicht das erste Kind, das an Bord eines Bundeswehrschiffs in EU-Mission geboren wurde. Im vergangenen August hatte eine Somalierin die kleine Sophia auf der Fregatte „Schleswig-Holstein“ zur Welt gebracht. Sophie wohnt inzwischen mit ihrer Mutter in Gelsenkirchen. Sie wurde zur Namensgeberin der laufenden EU-Mission. In ihrer Geburtsurkunde steht als Geburtsort „Fregatte Schleswig-Holstein, Position 37 Grad nördlicher Breite und 16 Grad 27 Minuten östlicher Länge.“ (kge)

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