Polizeigewalt

US-Polizei erschießt in Minnesota weiteren Schwarzen

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat ein US-Polizist einen Afro-Amerikaner erschossen. Der 32-Jährige starb im Staat Minnesota.

Nach Angaben der Freundin des Opfers soll der Polizist geschossen haben, als sich der 32-Jährige ausweisen wollte. Er hatte demnach den Beamten darauf hingewiesen, dass er eine Waffe bei sich trage.

Nach Angaben der Freundin des Opfers soll der Polizist geschossen haben, als sich der 32-Jährige ausweisen wollte. Er hatte demnach den Beamten darauf hingewiesen, dass er eine Waffe bei sich trage.

Foto: imago stock&people / imago/Westend61

Falcon Heights.  In den USA sind binnen 48 Stunden zwei Schwarze von der Polizei erschossen worden. In Falcon Heights (US-Bundesstaat Minnesota) starb ein 32-Jähriger im Krankenhaus, nachdem ein Polizist bei einer Fahrzeugkontrolle mehrfach auf ihn geschossen hatte, wie die Zeitung „Minneapolis StarTribune“ und andere Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichteten. Die Polizei bestätigte den Vorfall nach Angaben des Radiosenders MPR.

Die Freundin des Getöteten, die mit im Auto saß, hatte die Situation nach den Schüssen live in einem Video auf Facebook festgehalten. Die Aufnahmen zeigen einen blutüberströmten Mann auf dem Fahrersitz und einen Polizisten, der mit gezückter Waffe vor dem Fenster steht. Die Frau berichtet, dass sie wegen eines defekten Rücklichts angehalten worden seien. Die Polizei habe „ohne ersichtlichen Grund“ auf ihren Freund geschossen, noch bevor er seine Fahrzeugpapiere habe zeigen können. Ihr Freund habe dem Polizisten zuvor mitgeteilt, dass er auch eine Pistole dabei habe, für die er eine Lizenz besitze.

Erst am Dienstag hatte die Polizei in Louisiana einen schwarzen 37-jährigen CD-Verkäufer auf einem Parkplatz überwältigt und erschossen. Die weißen Beamten waren angerückt, nachdem ein Anrufer berichtet hatte, er werde von einem Mann mit einer Waffe bedroht. Der Vorfall, der ebenfalls gefilmt und im Internet verbreitet wurde, hatte landesweit Empörung und Proteste der Anti-Rassismus-Bewegung „Black Live Matters“ ausgelöst. (dpa)

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