Großeinsatz

Schüsse bei GSG9-Einsatz in Gelsenkirchen – Gesuchter flieht

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Die Polizei riegelte den Einsatzort in der Gelsenkirchener Innenstadt ab.

Die Polizei riegelte den Einsatzort in der Gelsenkirchener Innenstadt ab.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Bei einem Polizeieinsatz in Gelsenkirchen wurden Schüsse abgefeuert. Die Polizei bestätigt den Einsatz, lässt aber viele Fragen offen.

Geslenkirchen.  Fünf schnell hintereinander abgefeuerte Schüsse haben am Dienstagabend die Bewohner der Gelsenkirchener Altstadt aufgeschreckt. Anwohner, die unmittelbar nach den Schüssen gegen 21 Uhr an die Fenster ihrer Wohnungen eilten, berichteten von einem Mann, der über die Straße rannte und kurz darauf aus ihrem Blickfeld verschwand.

Etwa 15 Minuten später bogen mehrere Streifenwagen und Zivilfahrzeuge in die Munckelstraße ein. Die Beamten, teilweise mit Sturmhauben maskiert, sperrten den Einsatzort ab. Mitten in dem kleinen abgesperrten Bereich liegt das Hotel St. Petrus mit dem Restaurant Dubrovnik. Immer wieder gingen Polizisten in das Gebäude.

GSG9 sollte zwei Gesuchte festnehmen

Die Polizei bestätigte am Abend, dass es sich bei dem Einsatz um eine Aktion der GSG9 und des Bundeskriminalamts (BKA) gehandelt hat. Demnach sollten zwei Personen festgenommen werden. Eine Person wurde auch festgenommen, die zweite konnte fliehen. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, war zunächst unklar.

Ob diese flüchtige Person bewaffnet ist oder nicht, konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht beantworten. Ebenso blieb unklar, wer die Schüsse abgegeben hat und ob dadurch jemand verletzt wurde. Auch die Frage nach dem Hintergrund für die geplanten Festnahmen ließ die Polizei am Abend unbeantwortet.

Details zu den Hintergründen des Einsatzes seien später am Mittwoch zu erwarten, hieß es vom BKA. Wie eine Sprecherin des BKA unserer Redaktion am Mittwochmorgen bestätigte, könne ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen werden.

Polizeihubschrauber über Gelsenkirchen

Der Einsatz zog sich noch bis nach Mitternacht hin: Gegen 22 Uhr wurde auch ein Krankenwagen an den Einsatzort beordert. Fast zeitgleich wurde die Straßensperre erweitert. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über der Innenstadt, während die Polizisten am Boden mehrere Stellen auf der Straße mit pinker Farbe markierten.

Gegen 23 Uhr zogen immer mehr Polizisten wieder ab, die Straßensperre blieb aber weiter bestehen. Auch der Polizeihubschrauber zog nach Mitternacht ab. Die Feuerwehr unterstütze die letzten Polizeibeamten vor Ort bei ihrer Arbeit. Ein Auto mit zwei Einschusslöchern wurde abgeschleppt. (sat/dpa)

Dieser Text ist zuerst auf derwesten.de erschienen.

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