Flugkatastrophe

Egyptair-Absturz: Geortete Leichenteile sind geborgen

Im Mai war eine Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer mit 66 Menschen an Bord abgestürzt. Nun sind ihre Überreste geborgen worden.

Dieser Airbus A320 der Egyptair mit der Registrierung SU-GCC verunglückte am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer. Die Aufnahme entstand im Januar 2015 auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem.

Dieser Airbus A320 der Egyptair mit der Registrierung SU-GCC verunglückte am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer. Die Aufnahme entstand im Januar 2015 auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem.

Foto: Tommy Desmet / dpa

Kairo.  Alle georteten sterblichen Überreste von Opfern des Absturzes einer Egyptair-Maschine im Mai über dem Mittelmeer sind geborgen worden. Wie die ägyptische Zeitung „Al Ahram“ am Sonntag unter Berufung auf die Behörden berichtete, seien sie an Bord des von Ägypten gecharterten Schiffes „John Lethbridge“ auf dem Weg nach Alexandria. Dort sollen die Leichen den Behörden übergeben werden. Das Schiff solle danach zur Absturzstelle zurückkehren, um sicherzustellen, dass alle Leichenteile geborgen worden sind.

Die Datenspeicher des Stimmenrekorders der Egyptair-Maschine sind intakt. Damit könne die Auswertung der Daten beginnen, sobald der Flugschreiber zurück in Ägypten sei, bestätigten Ermittler in Kairo am Wochenende. Der Stimmenrekorder, der als zweiter Datenschreiber gefunden wurde, ist derzeit zur Reparatur in Frankreich, um Teile zu ersetzen, die zur Übertragung der Daten notwendig sind.

Ägyptische Regierung: kein Terroranschlag

Die Auswertung des ersten Datenschreibers hatte bestätigt, dass sich vor dem Absturz des Flugzeuges auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte.

Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Einen Notruf gab es nicht. Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies. (dpa)