Spielwarenhersteller

Security bei Betriebsratswahl von Playmobil

Playmobil steht eigentlich für friedfertige Spielzeugfiguren für Kinder. Doch am Montag ging es beim Produzenten nicht friedlich zu.

So friedlich wie diese Figuren zusammenstehen, ging es bei der Wahl zum Betriebsrat des Playmobil-Herstellers nicht zu.

So friedlich wie diese Figuren zusammenstehen, ging es bei der Wahl zum Betriebsrat des Playmobil-Herstellers nicht zu.

Foto: imago stock&people / imago/Manngold

Zirndorf.  Beim Produzenten des Kinderspielzeuges Playmobil ist die Betriebsratswahl unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen abgehalten worden. Der Playmobil-Hersteller Geobra Brandstätter hatte einen Sicherheitsdienst engagiert, weil es zuvor Ausschreitungen gegeben hatte.

Im Werk Zirndorf waren am Montag Bewerbern unterschiedlicher Listen für den Betriebsrat aneinandergeraten, teilte ein Firmensprecher mit. Kandidaten hätten sich gegenseitig mit Gewalt und Strafanzeigen gedroht. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, habe die Firmenleitung schließlich einen Sicherheitsdienst angeheuert, sagte der Firmensprecher.

Den erhobenen Vorwurf der IG Metall, die Firmenleitung wolle mit dem Einsatz des Sicherheitsdienstes und von firmeninternen „Wahlbeobachtern“ in den Wahllokalen die Betriebsratswahl beeinflussen, wies der Firmensprecher zurück. Die Firmenleitung habe die Wahl weder behindert noch beeinflusst. Die IG Metall berichtete, Abteilungsleiter hätten Mitarbeiter als „Wahlbeobachter“ entsandt. Die Gewerkschaft habe dafür kein Verständnis. Für die ordnungsgemäße Durchführung der Betriebsratswahl sei allein der Wahlvorstand verantwortlich, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall. (dpa)