Gewaltausbruch

Rechtsextreme und Linke liefern sich in USA Straßenschlacht

In Kalifornien sind Rechtsextreme und Linke mit Schlagstöcken und Fäusten aufeinander losgegangen. Videos davon zeigen brutale Szenen.

In Sacramento haben sich „Weiße Nationalisten“ und linke Gegenprotestanten eine brutale Auseinandersetzung geliefert.

In Sacramento haben sich „Weiße Nationalisten“ und linke Gegenprotestanten eine brutale Auseinandersetzung geliefert.

Foto: imago stock&people

Sacramento.  Es sind brutale Szenen: Mit Fäusten und Schlagstöcken prügeln die Menschen aufeinander ein, Polizisten gehen dazwischen, Blut fließt: In Kalifornien sind am Sonntag Teilnehmer einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Gegenprotestanten aufeinander getroffen. Laut lokalen Medienberichten erlitten sieben Menschen Stichverletzungen, mehrere Personen wurden verletzt.

Nach Angaben der US-Seite „Mashable“ hatten sich etwa 30 Angehörige einer Organisation „Weißer Nationalisten“ und Sympathisanten am Sonntag in der Hauptstadt Sacramento zu einer offiziell genehmigten Veranstaltung versammelt. Sie seien von 400 Gegendemonstranten gestellt worden. Sofort sei Gewalt ausgebrochen. Augenzeugen beschreiben die Szenerie als Kriegszone, so die „Los Angeles Times“. Innerhalb von fünf Minuten soll ein erste Opfer Stichverletzungen erlitten haben.

Aufnahmen von Knüppel schwingenden Menschen

Im Fernsehen und in den sozialen Netzwerken wurden Videos von Knüppel schwingenden Menschen gezeigt, die andere jagen. Auf Fotos sind Menschen mit blutverschmierter Kleidung zu sehen.

Auch unbeteiligte Augenzeugen wurden bei den Ausschreitungen verletzt, schreibt ein Twitter-Nutzer.

Auf Twitter sprach das Sacramento Fire Department von einer Masse an Verletzten. Sieben Personen seien mit Stichverletzungen in ein Krankenhaus gekommen.

Behörden beendeten Demonstration

Laut „Mashable“ hatten die Gegenprotestanten seit Wochen geplant, die Kundgebung zu stören. Die Mitglieder der Organisation „Weiße Nationalisten“ waren aber wohl darauf vorbereitet, schreibt „Mashable“ und zitiert einen Blogeintrag von der Webseite der Gruppe: „Die marxistischen paramilitärischen Gruppen und lokalen Bandenmitglieder haben geschworen, den Marsch mit Gewalt zu beenden.“

Nach der brutalen Auseinandersetzung sei die Veranstaltung von den Behörden beendet worden. Laut einer Reporterin gab es keine Verhaftungen.

In diesem Jahr ist es bereits die zweite gewalttätige Konfrontation mit Neonazis in Kalifornien. Im März waren bei einer Ausseinandersetzung zwischen Mitgliedern des Ku-Klux-Klans und Gegenprotestanten drei Menschen verletzt worden. (jha)