EM 2016

So sieht das Selfie mit Ronaldo des Paris-Flitzers aus

Handy abgenommen, Foto gelöscht? Von wegen: Der Fan, der sich mit einem geduldigen Ronaldo fotografierte, hat das Selfie noch.

Das Foto, das Millionen Menschen amüsierte, weil der Fotograf so zitterte: Es ist wenigstens etwas geworden.

Das Foto, das Millionen Menschen amüsierte, weil der Fotograf so zitterte: Es ist wenigstens etwas geworden.

Foto: dpa/Wolfsberger AC

Paris.  Millionen Fernsehzuschauer fragten sich nach dem Spiel zwischen Österreich und Portugal: Ist es denn wenigstens etwas geworden, das Foto des zittrigen Fans? Am Freitag ist das Bild aufgetaucht. Und trotz zitternder Hände: Fan und Fußballstar sind scharf zu sehen auf dem abfotografierten Smartphone-Bildschirm.

Verbreitet hat das Bild der österreichische Bundesligist Wolfsberger AC auf Twitter. Dort kann man auch mehr über die Entstehung des Fotos vom Foto sagen. Ein Fan aus der Gruppe des Clubs war dabei, als das Foto entstand. Er will seinen Namen nicht öffentlich machen, erzählt aber gerne, wie es dazu kam. 45 Minuten nach Abpfiff des EM-Spiels sei es gewesen. „An der U-Bahnstation Prinzenpark direkt am Stadion in Paris gab es eine Menschentraube, ich bin auch mal hingegangen.“ Dort stand dann umringt der Fan, der kurz vorher auf den Rasen gehuscht und mit einem mehr als 100 Meter langen Sprit Ronaldo erreicht hatte.

Es war kein portugiesischer Fan, wie zunächst berichtet wurde: Der Selfie-Jäger ist Österreicher. Und als er vor dem Stadion von anderen bedrängt wurde, habe er dann auch sein Samsung-Smartphone rausgekramt und das Bild gezeigt. „Wir waren alle verwundert, dass er schon draußen war, wir dachten, die Uefa behält ihn länger da“, berichtet der Augenzeuge.

Die Szene zuvor auf dem Rasen hatte noch zusätzliches Aufsehen ausgelöst, weil gleich vier Ordner das ungleiche Duo schnell umzingelt hatten. Nur der Gnade des dreimaligen Weltfußballers war es dann zu verdanken, dass es am Ende wirklich mit dem Foto klappte. Denn der nach dem 0:0 gegen Österreich und seinem verschossenen Foulelfmeter schwer gefrustete Ronaldo hielt die Ordner zurück. Er gab dem Fan die Zeit, sein Handy in den Griff zu kriegen. Hochnervös suchte dieser die Kamerafunktion seines Geräts, schien sie gefunden zu haben, um dann doch wieder zu scheitern. Erst nach rund einer Minute klappte es schließlich. Zigfach drückte der Fan auf den Auslöser und wurde anschließend zufrieden von den Ordnern aus dem Innenraum geführt.

Jetzt wissen wir: Die Aufregung und Ronaldos Einsatz waren wenigstens nicht vergebens.