EURO 2016

TV-Quoten bei Fußball-EM lassen ARD und ZDF jubeln

Der erste Spieltag der EM-Vorrunde ist vorbei – die klaren Sieger heißen ARD und ZDF. Die Fußball-EM steuert im TV auf Rekordkurs.

Fußball auf allen Bildschirmen: Die Europameisterschaft in Frankreich entwickelt sich für die öffentlich-rechtlichen Sender zum Quotengiganten.

Fußball auf allen Bildschirmen: Die Europameisterschaft in Frankreich entwickelt sich für die öffentlich-rechtlichen Sender zum Quotengiganten.

Foto: Oliver Berg / dpa

Berlin.  Mit dem schlappen 1:1 der Portugiesen gegen die wackeren Isländer ging am Dienstagabend der erste Spieltag in den Vorrundengruppen der Fußball-EM zu Ende – und die deutschen TV-Sender können jubeln. Denn das Interesse der Deutschen an internationalem Fußball ist offenbar riesig. Selbst bei Portugal-Island sahen knapp 12,3 Millionen Zuschauer zu. Insgesamt bescherten die ersten Tage des Sport-Spektakels in Frankreich ARD und ZDF zum Teil gigantische Quoten bei den Live-Übertragungen der Spiele; und dies eben nicht nur, wenn die deutsche Elf auflief.

So schalteten beispielsweise knapp 13,3 Millionen Zuschauer das Erste ein, als am Montagabend die Italiener die belgische Mannschaft mit 2:0 schlugen – das bedeutete einen Marktanteil von fast 43 Prozent. Zum Vergleich: Im nicht minder fußballverrückten Italien lockte das Spiel der „squadra azzurra“ mit 15,5 Millionen Fußballfans gar nicht einmal so wahnsinnig viele Zuschauer mehr als in Deutschland vor die Bildschirme. Schon das Eröffnungsspiel der EM zwischen Frankreich und Rumänien am vergangenen Freitag hatten im ZDF mehr als 15,4 Millionen TV-Zuschauer verfolgt.

Deutschland-Ukraine brachte ein Rekordergebnis

Dies alles ist aber nichts gegen das Interesse am ersten Spiel der deutschen Elf gegen die Ukraine. Die 26,57 Millionen beim 2:0-Sieg der Löw-Elf bedeuteten einen Rekord: Nie saßen hierzulande bei einem deutschen EM-Auftaktspiel mehr Fußballanhänger vor den Bildschirmen.

Vom Allzeitrekord der deutschen Nationalkicker ist dies allerdings noch ein gutes Stück entfernt. So sahen vor zwei Jahren 34,65 Millionen Menschen in Deutschland zu, als die DFB-Elf im Endspiel der Weltmeisterschaft in Brasilien die Argentinier mit 1:0 schlug. Doch das Ukraine-Spiel war ja erst der Auftakt, da ist noch Luft nach oben. Schon am Donnerstag, wenn die Deutschen gegen Polen antreten müssen, dürfte die Quote von der Partie gegen die Ukraine locker getoppt werden.

Auch Spiele ohne DFB-Elf stoßen auf großes Interesse

Doch nicht nur Neuer, Schweinsteiger und Co. locken das Publikum. „Auch ein Spiel ohne deutsche Beteiligung erzielt auf Anhieb einen besseren Zuspruch als vergleichbare Spiele bei der EM vor vier Jahren“, hat ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz beobachtet. Die Zahlen zeigen es: Selbst Begegnungen ohne die vermeintlichen Favoriten entpuppen sich diesmal beinahe als Straßenfeger.

So schalten bei der Partie Irland-Schweden am Montag in der ARD satte 8,63 Millionen Zuschauer ein. Bei Türkei gegen Kroatien waren es in der ARD 8,4 Millionen, den knappen Sieg der Polen über Nordirland verfolgten gut 10,7 Millionen Zuschauer und bei England-Russland waren sogar 12,3 Millionen Zuseher dabei.