Auslandseinsatz

Munitionskiste der Bundeswehr in Mali wieder aufgetaucht

Nach dem Flug ist plötzlich der Koffer weg. Was Reisende kennen, ist auch der Bundeswehr passiert. Jetzt ist Munitionskiste wieder da.

Deutsche Soldaten sind im Rahmen einer UN-Friedensmission im Norden von Mali im Einsatz.

Deutsche Soldaten sind im Rahmen einer UN-Friedensmission im Norden von Mali im Einsatz.

Foto: Kristin Palitza / dpa

Berlin.  Glimpfliches Ende nach einem sehr speziellen Gepäckverlust: Bei einem Linienflug von Soldaten in das Einsatzgebiet im westafrikanischen Mali ist der Bundeswehr eine Kiste mit scharfer Munition abhandengekommen. Nach mehreren Tagen tauchte die Hartplastik-Box mit 880 Pistolen-Patronen wieder auf: Das vermisste „Gepäck“ sei in der Lagerhalle von Air France Cargo in der malischen Hauptstadt Bamako gefunden worden, teilte die französische Fluggesellschaft am Sonntag mit. Die Bundeswehr sei informiert worden.

Deutsche Soldaten waren laut „Bild am Sonntag“ vor rund zwei Wochen – am 28. Mai – mit Air France von Berlin-Tegel über Paris nach Mali geflogen und hatten die fragliche Kiste als Sondergepäck aufgegeben. Nach der Ankunft in Bamako fehlte sie zunächst. Einem Sprecher der Streitkräfte zufolge erstattete die Bundeswehr bei der Berliner Landespolizei am 6. Juni Anzeige.

Die Air France begann noch am 28. Mai eine Suchaktion, wie die Sprecherin der Fluggesellschaft am Sonntag erklärte. Wann die Kiste schließlich gefunden wurde, konnte sie zunächst nicht sagen.

Bundeswehr liegt noch keine Meldung über den Fund vor

Die Modalitäten der Übergaben an die Bundeswehr stehen nach ihren Angaben noch nicht fest. Üblicherweise werde verlorenes und dann wiedergefundenes Reisegepäck dem Kunden zugestellt. Ob das in dem aktuellen Fall auch so läuft, blieb offen. Auch der Sprecher der Streitkräfte konnte dazu am Sonntag keine Angaben machen – es liege noch keine offizielle Meldung über den Fund der Munitionskiste vor.

Die Bundeswehr ist im Rahmen einer UN-Friedensmission mit derzeit etwa 300 Soldaten im Norden von Mali im Einsatz. (dpa)