Unwetter

Verletzter von „Rock am Ring“ noch auf Intensivstation

Vor einer Woche waren beim Unwetter bei „Rock am Ring“ 71 Menschen verletzt worden. Noch immer liegt ein Opfer auf der Intensivstation.

Wegen eines Unwetters wurde das Musikfestival „Rock am Ring“ vorzeitig beendet. Noch immer konnte ein Verletzter die Intensivstation nicht verlassen.

Wegen eines Unwetters wurde das Musikfestival „Rock am Ring“ vorzeitig beendet. Noch immer konnte ein Verletzter die Intensivstation nicht verlassen.

Foto: imago stock&people / imago/Becker&Bredel

Koblenz.  Ein bei den schweren Unwettern während des Festivals „Rock am Ring“ verletzter junger Mann liegt nach Angaben von Veranstalter Marek Lieberberg weiter auf der Intensivstation. „Nach meiner Information gibt es keine Veränderung, der Zustand ist immer noch kritisch“, sagte Lieberberg der „Rhein-Zeitung“ (Samstag). Von den schwer verletzten Fans seien nach seiner Kenntnis bis auf zwei alle schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Bei dem Musikfestival mit rund 90.000 Besuchern am Flugplatz Mendig in der Osteifel waren am 3. Juni bei einem Unwetter 71 Menschen verletzt worden. Weil auch für den Sonntag Gewitter vorhergesagt waren, wurde das Event am frühen Sonntagmorgen abgebrochen. Die Verbandsgemeinde Mendig entzog den Veranstaltern die Genehmigung. Lieberberg hatte das Verhalten der Behörden kritisiert, es entbrannte eine Diskussion darüber.

Der „Rhein-Zeitung“ sagte Lieberberg: „Ich bin in fast 50 Veranstalterjahren noch nie mit einer derartigen Kritik konfrontiert worden.“ Er sei nicht als leichtfertiger Mensch bekannt. Aber bei der gleichen akuten Wetterlage sei beispielsweise der Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey nicht abgesagt worden. „Da ist doch die Frage berechtigt, warum mit zweierlei Maß gemessen wurde.“ (dpa)